ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2018Gerhard Ehninger: Emeritierter DKMS-Mitbegründer forscht weiter

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Gerhard Ehninger: Emeritierter DKMS-Mitbegründer forscht weiter

Dtsch Arztebl 2018; 115(22): A-1071 / B-897 / C-893

Richter-Kuhlmann, Eva

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Gerhard Ehninger, Foto: dpa
Gerhard Ehninger, Foto: dpa

Einer der bekanntesten deutschen Medizinprofessoren ist in diesem Frühjahr aus dem Hochschuldienst ausgeschieden: Der Hämatologe und Onkologe Prof. Dr. med. Gerhard Ehninger gab mit seiner Emeritierung die Leitung der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden Ende März ab.

Bundesweit bekannt wurde der 65-Jährige insbesondere durch die von ihm im Mai 1991 mitbegründete Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Heute ist die DKMS die bedeutendste, international arbeitende gemeinnützige Organisation im Kampf gegen Blutkrebs. Es existieren Standorte in den USA, in Polen, Spanien und Großbritannien sowie mittlerweile mehr als sechs Millionen registrierte Stammzellspender. Bereits 55 000 Blutkrebspatienten konnten mithilfe der DKMS die Chance auf ein zweites Leben erhalten.

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Ehninger studierte in Tübingen Medizin und übernahm dort ab 1986 die Leitung des Knochenmarktransplantationsbereiches. Unter seiner Leitung wurden die ersten erfolgreichen Übertragungen von unverwandten Blutstammzellen in Deutschland durchgeführt. 1994 ging er an die Technische Universität Dresden und war von 2004 bis 2012 Geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie. Mit seiner Emeritierung will sich Ehninger jetzt nicht zur Ruhe setzen, sondern sich in einem von ihm mitgegründeten Unternehmen intensiver als bisher um die Weiterentwicklung einer neuen Krebstherapie kümmern. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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