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Dtsch Arztebl 2018; 115(22): A-1064

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App unterstützt Menschen mit Hämophilie auf Reisen – Ein unbekannter Urlaubsort ist für viele Menschen mit Hämophilie mit Ungewissheit in Bezug auf ihre medizinische Versorgung verbunden. Die App „Faktormap“ (Bayer) bietet Betroffenen Unterstützung. Mit dem Zentrumsfinder können Nutzer schnell das nächstgelegene Hämophiliezentrum in Deutschland, Österreich und der Schweiz suchen und dieses durch hinterlegte Adressdaten direkt kontaktieren. Bei einem Notfall ist mit wenigen Handgriffen die nächste Anlaufstelle rasch identifiziert und kontaktiert. Über 160 Experten und Hämophiliezentren können so gefunden werden.

Die Übersetzungsfunktion der App wandelt wichtige Sätze und Fragen rund um Hämophilie in 7 Sprachen um. In der App erscheinen bereits vorformulierte Sätze und Fragen zu Hämophilie in der entsprechenden Übersetzung auf dem Display. Die Funktion umfasst Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch. Mit der App können zudem ganz leicht Zollbescheinigungen für Medikamente und Therapiematerialien heruntergeladen werden. Darüber hinaus enthält sie Tipps zum richtigen Transport von Faktorprodukten und Informationen zu notwendigen Papieren bei Auslandsreisen. Faktormap ist sowohl für iOS- als auch Android-Geräte nutzbar. EB

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Quelle: Pressemitteilung Bayer

Fixkombination bewährt sich bei Asthma unter Real-life-Bedingungen – Patienten mit symptomatischem Asthma bronchiale haben nach einer Umstellung auf Fluticasonfuroat/Vilanterol (Relvar®, Ellipta®, GSK) eine höhere Chance auf Asthmakontrolle als diejenigen, die weiter mit ihrer Standardtherapie aus Inhalationssteroid (ICS) mit oder ohne langwirksamem Beta2-Agonist (LABA) weiterbehandelt werden. Das ist ein aktuelles Ergebnis der Salford Lung Study (SLS) zu Asthma.

Das neuartige Studiendesign vereint die wissenschaftliche Aussagekraft einer randomisiert kontrollierten Studie mit der Praxisrelevanz von nichtinterventionellen Studien, berichtete Anna-Maria Stegherr, Medical Advisor Pneumologie von GlaxoSmithKline München. Es bestanden kaum Ausschlusskriterien. Über 90 % der gescreenten Asthmapatienten wurden auch aufgenommen.

Insgesamt 4 233 Studienteilnehmer blieben in der Obhut ihres vertrauten Arztes und erhielten randomisiert entweder die vom Hausarzt für sie ausgewählte Standardtherapie aus ICS mit oder ohne LABA oder Fluticasonfuroat/Vilanterol – ein einmal täglich zu inhalierendes Fixkombinationspräparat aus Fluticasonfuroat und Vilanterol. Der primäre Endpunkt, die Verbesserung der Asthmakontrolle, wurde unter Relvar Ellipta von signifikant mehr Patienten erreicht als unter der Standardtherapie (71 % vs. 56 %; p < 0,001). AZA

Asthma – Entdecke die Möglichkeiten! DGIM-Kongress, Veranstalter: GSK

Ankylosierende Spondylitis im therapeutischen Blick behalten – Bei jungen Männern, die länger als 12 Wochen lang an Rückenschmerzen leiden, sollte in der Hausarztpraxis an ankylosierende Spondylitis (AS) gedacht werden. „Immer noch vergehen mehr als 5 Jahre, ehe eine Diagnose gestellt wird“, erklärte Dr. med. Ali-Efter Yildiz, Internist und Hausarzt in Ulm. Um AS-Patienten zu identifizieren, empfiehlt sich beim Hausarzt ein Test auf das HLA-B27-Protein, das bei 90 % der Patienten positiv ist. Verdächtige Patienten sollten umgehend an einen Rheumatologen überwiesen werden, der die weitere Diagnostik durch bildgebende Verfahren übernimmt. „Die Frühbehandlung kann Frühberentung und Arbeitsfehlzeiten verringern. Eine Vorselektion beim Hausarzt ist sehr wichtig, da auch so lange Wartezeiten bei Rheumatologen vermieden werden können“, erklärte Prof. Jürgen Braun vom Rheumazentrum Ruhrgebiet, Ruhr-Universität Bochum Herne.

Therapeutisch gelingt es nur, ein Drittel der Patienten mit nichtsteroidalen Antirheumatika in Remission zu bringen. 2015 wurde Secukinumab (Cosentyx®) als erster IL-17-Blocker zur Behandlung der AS zugelassen, dessen starke Wirksamkeit bei AS sich in der MEASURE1-Studie zeigte: Den 4-Jahres-Daten zufolge erreichen 60,8 % der Patienten weiterhin die Kriterien eines ASAS40-Ansprechens. Nach Erfahrung von Prof. Braun sprechen Patienten mit erhöhten CRP-Werten besonders gut auf Secukiumab an. kam

Morbus Bechterew: Frühe Diagnose und Symptomkontrolle im interdisziplinären Behandlungsalltag, Veranstalter: Novartis

Behandlung bei pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) oft nicht aggressiv genug – Neue Daten aus dem französischen PAH-Register zeigen, dass eine Verbesserung des PAH-Risikoprofils unter Therapie eng mit der Prognose korreliert: Je mehr Kriterien aus dem Niedrigrisikobereich innerhalb eines Behandlungsjahres erreicht werden, umso größer ist die Chance auf ein langes transplantatfreies Überleben. Vor dem Hintergrund dieser und ähnlicher Daten aus anderen Registern, plädierten PAH-Experten in Berlin für eine möglichst frühe Diagnose und aggressive Risikofaktorkontrolle, bei der die Möglichkeiten der Kombinationstherapie im Rahmen der individuellen Tolerabilität ausgeschöpft werden.

Eine aktuelle Post-hoc-Analyse der beiden Zulassungsstudien SERAPHIN mit dem Endothelin-Rezeptor-Antagonist Macitentan (Opsumit®, Actelion) und GRIPHON mit dem oralen IP-Rezeptor-Antagonist Selexipag (Uptravi®, Actelion) spricht zudem dafür, dass auch die Mortalität der Patienten durch Kombinationsstrategien abgesenkt wird: Bei den Patienten, bei denen es nicht gelang, in den ersten 3 Therapiemonaten Morbiditätsereignisse zu vermeiden, war die PAH-assoziierte Sterblichkeit 3-fach beziehungsweise 4-fach erhöht (Mc Laughkin VV, et al.: J Am Coll Cardiol 2018; 71 (7): 752–63). grä

14. P(A)H-Forum, Veranstalter: Actelion

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