ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2018Gewalt in Praxen: Ärzteorganisationen korrigieren Zahl

AKTUELL

Gewalt in Praxen: Ärzteorganisationen korrigieren Zahl

Dtsch Arztebl 2018; 115(22): A-1034

Maybaum, Thorsten; afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Mit den Zahlen über Gewalt in Praxen war der Wunsch nach einem gesetzlichen Schutz verbunden. Foto: Picture-Factory/stock.adobe.com
Mit den Zahlen über Gewalt in Praxen war der Wunsch nach einem gesetzlichen Schutz verbunden. Foto: Picture-Factory/stock.adobe.com

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und NAV-Virchow-Bund haben ihre Zahl zur alltäglichen Gewalt in Praxen korrigiert. Es habe einen Bezugsfehler in der statistischen Auswertung gegeben, hieß es. Somit gebe es rechnerisch nicht wie zunächst erklärt 288 Fälle pro Tag von Gewalt in bundesdeutschen Arztpraxen, sondern 75 gewalttätige Vorfälle am Tag. Alle weiteren Zahlen in der Auswertung – insbesondere die 2 870 Fälle verbaler Gewalt täglich, dass jeder vierte Arzt bereits Erfahrung mit körperlicher Gewalt in der Praxis hat und nur jeder vierte Fall zur Anzeige komme – seien korrekt, teilten KBV und NAV-Virchow-Bund mit. An den grundsätzlichen Aussagen, dass Gewalt gegen Praxisärzte ein bislang unterschätztes Phänomen sei und in der Vergangenheit zugenommen habe, halte man fest, erklärte ein KBV-Sprecher. Gewalt gegen Niedergelassene und Praxispersonal sei ein wichtiges Thema. Dies zeigten die Rückmeldungen der Ärzte auf die Berichterstattung. KBV und NAV-Virchow-Bund hatten die Zahlen mit der Forderung verbunden, Ärzte mit in den Straftatbestand des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufzunehmen. Dieser umfasst Ärzte und medizinisches Personal derzeit nicht. may/afp

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema