ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2018Qualitätssicherung: Transplantationszentren veröffentlichen Berichte

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Qualitätssicherung: Transplantationszentren veröffentlichen Berichte

Dtsch Arztebl 2018; 115(22): A-1065

Hillienhof, Arne

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Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat neue Qualitätsberichte der Transplantationszentren in Deutschland für das Jahr 2016 vorgestellt. Sie fassen die Ergebnisse der Zentren bei der Organübertragung zusammen.

Die Qualitätsberichte ergänzen die Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren. Foto: dpa
Die Qualitätsberichte ergänzen die Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren. Foto: dpa

In Deutschland dürfen rund 50 Kliniken Spenderorgane übertragen. Die Ergebnisse erfasst das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen im Rahmen der externen vergleichenden Qualitätssicherung. Diese sind die Basis für die nun erschienenen Qualitätsberichte. Ihr Fokus liegt auf der Darstellung des kurz- und mittelfristigen Erfolgs der durchgeführten Transplantationen anhand ausgewählter Qualitätsindikatoren. Zu jedem Qualitätsindikator sind die Auswertungen der betreffenden Kliniken in einer Übersicht dargestellt. Eine Grafik zeigt die Entwicklung der bundesweiten Gesamtergebnisse der vergangenen Jahre.

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Die Qualitätsberichte erweitern die jährlichen Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren, die für das Jahr 2016 bereits im Juli 2017 erschienen sind. In den Tätigkeitsberichten ist unter anderem dargestellt, wie viele Patienten auf den Wartelisten stehen und wie viele Organtransplantationen in den jeweiligen Zentren erfolgten. Beide Berichte sollen ein umfassendes Bild der Transplantationsmedizin in Deutschland ergeben.

Die DSO weist zugleich darauf hin, dass Ärzte und Patienten sich bei ihrer Entscheidung für ein Zentrum nicht allein auf die Statistiken verlassen sollten. „Da im Bereich der Transplantation nur relativ kleine Zahlen verglichen werden können, sind statistisch gesehen signifikante Unterschiede nur schwer erkennbar“, heißt es aus der DSO. Bei gleicher Qualität könnten unterschiedliche Behandlungsergebnisse erzielt werden, wenn die Risikoprofile der transplantierten Patienten variierten. „Statistiken können daher nicht das persönliche Beratungsgespräch ersetzen.“

Neben den Berichten für die verschiedenen Transplantationszentren bietet die DSO auf ihrer Webseite auch bundesweite Berichte für jedes Organ an. hil

http://daebl.de/DQ34

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