ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2018Benchmarking-Modell für die Gesundheits-IT

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Benchmarking-Modell für die Gesundheits-IT

Dtsch Arztebl 2018; 115(22): [4]

SG

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Der Marburger Bund (MB) und der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) wollen eine Checkliste entwickeln, um den Digitalisierungsgrad von Krankenhäusern bestimmen und konkretes Verbesserungspotenzial ermitteln zu können. Gemeinsames Ziel ist es, auf Grundlage dieser Erhebung zukünftig ein Benchmarking-Modell für die Gesundheits-IT in Krankenhäusern zu etablieren.

Foto: ipopba/iStockphoto

„Wir wollen Licht ins Dunkel bringen und den digitalen Reifegrad der Krankenhäuser aus der Perspektive der Nutzer betrachten“, sagte Dr. Peter Bobbert, Bundesvorstandsmitglied des MB. „Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern sollen mit der Checkliste die Möglichkeit bekommen, im Detail zu beschreiben, wie die derzeitigen Rahmenbedingungen aussehen und wie klinische Prozesse durch Digitalisierung zum Nutzen von Anwendern und Patienten verbessert werden können“, erläuterte er.

Die beiden Kooperationspartner wollen den Ärzten ein handhabbares Onlinebefragungstool zur Verfügung stellen, mit dem diese ihre IT-Nutzung in klinischen Prozessen differenziert erfassen und bewerten. Auf Grundlage dieser Daten wollen die Verbände den Kliniken dann konkrete Empfehlungen aussprechen. Sie haben dabei nicht nur die Verfügbarkeit (Habe ich Zugang?) und den Nutzungsgrad (Setze ich die Software ein?), sondern auch den praktischen Nutzen von E-Health-Lösungen (Hilft die Lösung mir?) im Blick. Denn: „Je besser IT in die jeweiligen Prozesse und Abläufe der Anwender eingebunden ist, umso mehr kann IT an Nutzen entfalten“, sagte Andreas Kassner, stellvertretender Vorstand des bvitg.

Die über die Checkliste erhobenen Daten, betonen die Partner, werden anonymisiert erfasst. Weder die beteiligten Krankenhäuser noch die Ausfüllenden könnten rückverfolgt werden. Auch soll die Checkliste nicht kommerziell genutzt werden. Einer MB-Umfrage aus dem vergangenen Jahr zufolge sind 80 Prozent der Krankenhausärzte der Ansicht, die Digitalisierung könne die ärztliche Arbeit im Krankenhaus verbessern. sg

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