ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2018Organspende: Gesetzesvorlage nach der Sommerpause angekündigt

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Organspende: Gesetzesvorlage nach der Sommerpause angekündigt

dpa; afp; Maybaum, Thorsten

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Beim Bürgeramt könnte die Organspende thematisiert werden, so ein Vorschlag. Foto: picture alliance
Beim Bürgeramt könnte die Organspende thematisiert werden, so ein Vorschlag. Foto: picture alliance

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Trend rückläufiger Organspenderzahlen in Deutschland brechen. Jeder sollte sich einmal im Leben dem Thema stellen und sich entscheiden, sagte Spahn bei einem Besuch des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Er kündigte für den September einen Gesetzesentwurf an, um eine bessere finanzielle Ausstattung der Kliniken zu erreichen und die Situation der Transplantationsbeauftragten zu verbessern. Zugleich versprach er, die Debatte in Gesellschaft und Parlament voranzutreiben, damit sich jeder Mensch in Deutschland zur Organspenderfrage erkläre. Nötig sei mehr Verbindlichkeit.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) will auf der Gesundheitsministerkonferenz der Länder am 20. und 21. Juni in Düsseldorf bei seinen Länderkollegen und Spahn für die Einführung einer „verpflichtenden Entscheidungslösung“ werben. Ähnlich wie in den USA sollten die Menschen beim Beantragen von behördlichen Dokumenten wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein angeben müssen, ob sie im Fall ihres Todes Organspender sein wollen oder nicht, sagte Garg. Falls jemand bereit sei zur postmortalen Organspende, würde ein Sticker – etwa in Herzform – auf dem Dokument befestigt. dpa/afp/may

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