ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2018Siilo: Patientenfälle ohne Verwechslungsgefahr im Messenger diskutieren

APPS

Siilo: Patientenfälle ohne Verwechslungsgefahr im Messenger diskutieren

Dtsch Arztebl 2018; 115(23): A-1132 / B-954 / C-950

Gießelmann, Kathrin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: vege/stock.adobe.com [m]
Foto: vege/stock.adobe.com [m]

WhatsApp, Skype und Facebook sind datenschutztechnisch unsicher und dürfen im beruflichen Kontext nicht benutzt werden. Dennoch verschicken viele Ärzte über diese Messenger medizinische Befunde, um den Rat von Kollegen einzuholen. Spätestens seit dem 25. Mai sollten Ärzte sich eine sichere Alternative suchen. Denn an diesem Tag ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten.

Bei der in den Niederlanden entwickelten Siilo-App handelt es sich um einen sicheren Messenger, der auch auf Deutsch angeboten wird. Nur Ärzte können Siilo nutzen und werden nach der Registrierung verifiziert. Bilder speichert die App nicht im üblichen Fotoarchiv, sondern separat. Bei Verlust des Handys können Unbefugte nicht auf die App zugreifen. Zudem werden die Bilder nicht automatisch mit Cloud-Diensten synchronisiert. Daten werden verschlüsselt übertragen und nicht auf Servern im Ausland, sondern nur auf dem Endgerät gespeichert und nach 30 Tagen gelöscht. Für Kliniken gibt es den kostenpflichtigen Zusatzdienst Siilo connect. gie

Anzeige

Fazit: „Siilo bietet eine sichere Alternative zu WhatsApp, die wir an unserer Klinik bereits seit Juni 2017 nutzen. Noch sind zu wenige Ärzte umgestiegen, was sich aber hoffentlich mit der DSGVO ändern wird. Im Krankenhaus ist der Zusatzdienst von Siilo besonders nützlich, da man für jeden Patienten einen separaten Fall anlegen kann. Verwechslungen, wie sie bei WhatsApp vorprogrammiert sind, wird somit vorgebeugt.“

Holger Eggebrecht, Frankfurt a. M.


Anbieter: Siilo Holding B.V., Amsterdam, info@siilo.com

Datenschutz: Die Kommunikation ist Ende-zu-Ende verschlüsselt über https.

Service: Patienteninfos können mit dem „Blur Tool“ anonymisiert werden.

Vernetzung: Es lassen sich Gruppen mit bis zu 300 Kollegen anlegen.

Registrierung: Nur registriertes Gesundheitspersonal wird verifiziert.

Kosten: Der Messenger ist kostenfrei, ein Zusatzdienst für Kliniken ist kostenpflichtig.

ZTG-Prüfunterlagen: http://daebl.de/BR55

App im iTunes-Store

App im Google Play Store

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Themen:

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Serie Apps