ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2018Patientensicherheit: Neue Checkliste zur Nutzung von Gesundheits-Apps

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Patientensicherheit: Neue Checkliste zur Nutzung von Gesundheits-Apps

Dtsch Arztebl 2018; 115(23): A-1131

Gießelmann, Kathrin

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Foto: bannosuke/stock.adobe.com
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Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), die Plattform Patientensicherheit Österreich und die Stiftung Patientensicherheit Schweiz haben zwei neue Empfehlungen zum Thema Digitalisierung und Patientensicherheit vorgelegt. Die „Checkliste für die Nutzung von Gesundheits-Apps“ richtet sich an Bürger und gibt Tipps zur Verwendung von Gesundheits-Apps auf mobilen Endgeräten wie Tablets, Smart-
phones oder Wearables. Sie klärt zudem über Nutzen und Risiken auf. Die Checkliste weist unter anderem darauf hin, dass das letzte Update innerhalb der vergangenen sechs Monate bereitgestellt werden und Datenschutzerklärung und Impressum gut auffindbar sein sollten. Auch sollte die App nicht zu Abbrüchen und Neustarts führen. Gesundheits-Apps sollten die Therapie nur unterstützen und keine abschließende Diagnose tätigen. Ein guter Anhaltspunkt für eine sichere App sei ein Siegel oder eine Zertifizierung – diese werden jedoch bisher kaum genutzt.

Aufgrund der Vielzahl von Gesundheits-Apps sieht das APS keine Chance, die Qualität der Apps selbst zu prüfen und zu bewerten. Mithilfe der Checkliste könnten Bürger sich aber selber ein Urteil erlauben. Regularien durch die Selbstverwaltung oder den Gesetzgeber müssten dann getroffen werden, wenn entsprechende mobile Systeme in die Versorgung übernommen und finanziert werden sollen.

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Die zweite Handlungsempfehlung richtet sich an Berufsgruppen aus der Gesundheitsversorgung und soll diese für Risiken der Digitalisierung sensibilisieren. Der Leitfaden hilft auch bei Nutzen-Risiko-Bewertungen bei geplanten Innovationen. Dabei beschränkt sich die Handlungsempfehlung auf sechs wesentliche Risiken der Patientenversorgung im Zusammenhang mit digitalen Techniken. Dazu zählt die sichere Patientenbehandlung im Falle einer IT-Störung, Schutz vor Datendiebstahl, -manipulation und -missbrauch sowie ausreichend digitale Kompetenz aller Beteiligten im Umgang mit dem technischen System. gie

http://daebl.de/NL38

http://daebl.de/QX54

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