ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2018Hans-Werner Rehers: Der Marathon-Mann

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Hans-Werner Rehers: Der Marathon-Mann

Dtsch Arztebl 2018; 115(23): A-1137 / B-955 / C-951

Korzilius, Heike

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Hans-Werner Rehers, Foto: privat

Als Dr. med. Hans-Werner Rehers (70) vor 18 Jahren mit dem Laufen begann, konnte er sich nicht vorstellen, jemals einen Marathon zu zu bestreiten. Inzwischen hat er 239 Läufe auf der klassischen 42-Kilometer-Strecke absolviert. 79-Mal legte er einen Ultra-Marathon zwischen 45 und 160 Kilometer zurück. Damit hat der Augenarzt aus Osnabrück es ins „World Megamarathon Ranking 300+“ geschafft. „Ich war immer faul“, sagt Rehers. Bis ein Freund und „begnadeter Motivator“ ihm die Freude am Laufen und das Geheimnis des Durchhaltens vermittelte. Wenn Rehers über seine Leidenschaft spricht, klingt das nicht verbissen, sondern begeistert. Lebhaft erzählt er von den guten Gesprächen, die er während der Läufe mit seinen Mitstreitern führt und von den traumhaften Gegenden, durch die sie ihn führen.

Rehers, der sportärztlich betreut wird, meint, dass er es mit dem Laufen nicht übertreibe. „Ich höre auf meinen Körper, weil ich so gerne lebe“, sagt er. Sein Ehrgeiz sei nie gewesen, besonders schnell zu sein. Er habe immer das Ziel vor Augen gehabt und den Wunsch, am nächsten Tag arbeiten zu können. Dabei habe ihm die gute Zusammenarbeit mit seinem Praxispartner den Sport erleichtert. Vor fünfeinhalb Jahren stieg Rehers aus der gemeinsamen Augenarztpraxis aus. Und seit seinem 70. Geburtstag hat das Laufen für ihn einen anderen Stellenwert bekommen. Die 100 Meilen will er zum Beispiel nicht mehr zurücklegen: „Ich will, dass der Kopf dem Körper sagt, dass er das nicht mehr zu tun braucht. Ich will nicht, dass der Körper dem Kopf sagen muss: Ich kann nicht mehr.“ Heike Korzilius

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