ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2018Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Einigung über Kosten für die Praxisausstattung

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Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Einigung über Kosten für die Praxisausstattung

Dtsch Arztebl 2018; 115(23): A-1100 / B-926 / C-922

Maybaum, Thorsten

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Bei Finanzierungsfragen für den Anschluss der Praxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur musste das Bundesschiedsamt vermitteln. Foto: sunnyfrog/123RF
Bei Finanzierungsfragen für den Anschluss der Praxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur musste das Bundesschiedsamt vermitteln. Foto: sunnyfrog/123RF

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband haben sich auf die weitere Finanzierung der Ausstattungskosten für Arztpraxen beim Aufbau der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) verständigt. Die Eckpunkte wurden unter Moderation des Vorsitzenden des Bundesschiedsamtes für die vertragsärztliche Versorgung, Werner Nicolay, getroffen. Die Einigung sieht vor, dass für die Erstausstattungspauschale im dritten Quartal 2018 der um zehn Prozent reduzierte Konnektorenpreis aus dem Vorquartal die Berechnungsgrundlage bildet. Dies ergibt laut KBV einen ab dem dritten Quartal geltenden Preis in Höhe von brutto 1 719 Euro. Dieser Preis wird demnach ab dem vierten Quartal um weitere zehn Prozent gesenkt auf dann brutto 1 547 Euro. Hinzu kommen wie bisher jeweils 435 Euro für ein Kartenterminal; bei größeren Praxen für zwei oder drei Terminals. Der ursprünglich vorgesehene Preis für einen Konnektor ab dem dritten Quartal dieses Jahres hätte mit 720 Euro deutlich unter den jetzt verhandelten Werten gelegen. KBV und GKV-Spitzenverband gehen davon aus, dass es in den nächsten Monaten, wie von der Industrie seit Langem zugesagt, mehrere Anbieter von Konnektoren geben wird. Dies sollte zu einer Senkung der Angebotspreise führen. Ein zusätzlicher Anbieter ist das österreichische Technologieunternehmen Rise. Sobald der Konnektor dieses Unternehmens am Markt für alle Arztpraxen verfügbar ist, wollen GKV-Spitzenverband und KBV innerhalb einer Frist von zwei Wochen vor dem Hintergrund der Marktsituation die geltende Vereinbarung überprüfen und gegebenenfalls ab dem Folgequartal anpassen, hieß es. Mit der Einigung habe man eine dringend notwendige Sicherheit für die Praxen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten geschaffen, erklärte Thomas Kriedel, Mitglied des KBV-Vorstandes. may

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