ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2018Verschlüsselungstechnik: KV-Connect nicht von Sicherheitslücken betroffen

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Verschlüsselungstechnik: KV-Connect nicht von Sicherheitslücken betroffen

Hillienhof, Arne

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Die Verschlüsselung des ärztlichen Kommunikationsdienstes KV-Connect ist nicht von aktuell debattierten Sicherheitslücken betroffen. Darauf haben Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die KBV-Tochter KV Telematik hingewiesen. Hintergrund ist eine mögliche Angreifbarkeit von verschiedenen E-Mail-Verschlüsselungssystemen, über die seit Mitte Mai berichtet wird. Diese Sicherheitslücken betreffen demnach E-Mails, die mit Verfahren namens „S/MIME“ sowie nach dem Standard „OpenPGP“ verschlüsselt sind. Aufgedeckt haben diese Sicherheitslücken allerdings nicht Hacker, sondern Wissenschaftler der Fachhochschule Münster. „Die Wissenschaftler haben einen trickreichen Weg gefunden, die allgemeinen Sicherheitsstandards anzugreifen. Allerdings haben wir von Beginn an bei der Architektur von KV-Connect viel Wert auf verschiedene, unabhängige Sicherheitsmaßnahmen gelegt“, erklärte Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KV Telematik. KV-Connect ist ein bundesweit verfügbarer Kommunikationsdienst, den Ärzte und Krankenhäuser in ihren Softwaresystemen insbesondere für die digitale Arzt-zu-Arzt-Kommunikation und Befundversendung verwenden. Die KV Telematik wies darauf hin, dass der Dienst dreifach geschützt ist. Zunächst wird der Inhalt einer Nachricht vom Absender signiert und für den Empfänger verschlüsselt. Der Transport von KV-Connect-Nachrichten zwischen Sender, Server und Empfänger ist zusätzlich verschlüsselt. Sender und Empfänger vertrauen dabei ausschließlich dem KV-Connect-Server, was Manipulationen durch Dritte auf dem Transportweg verhindere, hieß es. Zudem wird KV-Connect im Sicheren Netz der KVen (SNK) betrieben – eine Infrastruktur, die es ermöglicht, Patientendaten sicher auszutauschen. Über KV-Connect werden der KBV zufolge jährlich Millionen Nachrichten zwischen den Nutzern ausgetauscht. hil

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