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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. Reinhard Aschenbrenner, Internist, im Ruhestand lebender langjähriger Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Altona zu Hamburg, wurde am 15. Juni 90 Jahre alt.
Es ist fast 20 Jahre her, daß Aschenbrenner den Vorsitz der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft, heute ein Fachausschuß der Bundes­ärzte­kammer (Köln), in jüngere Hände legte. Doch verbindet sich noch heute mit dem Namen Aschenbrenner das Bemühen der Ärzteschaft, ihre mächtigste therapeutische Waffe, nämlich die Arzneimittel, besser in den Griff zu bekommen. Die Erfolge Aschenbrenners sind scharf zu umreißen; ein Teil der aufgegriffenen Themen sind heute noch aktueller geworden, so zum Beispiel die Notwendigkeit, verläßliche, unabhängige Auswahlhilfen für die Arzneiverordnung des Arztes zu entwerfen.
Aschenbrenners Amtsantritt fiel in die Zeit des Contergan-Prozesses und setzte den zweiten Hauptakzent: Wie können Ärzte und Patienten besser und schneller über Arzneimittelrisiken informiert werden? Mit seiner "Arzneiverordnung in der Praxis" und den unabhängigen "Arzneiverordnungen" gab Aschenbrenner den Ärzten in der Praxis ein Rüstzeug an die Hand, das sie zur Durchdringung des "Arzneimitteldschungels" brauchten. Mit dem "Beirat Arzneimittelsicherheit" gelang es ihm, die Spitzen der Politik in Arzneisicherheitsprobleme einzubinden und der Öffentlichkeit den Rat der Experten zu vermitteln. Sein Bemühen um ein wirksames Arzneimittelgesetz blieb dagegen zum Teil vergebens; er hatte jedoch den Mut, es als eine "Farce" zu bezeichnen. Sowohl die Ehrendoktorwürde der Ruperto-Carolina, Heidelberg, als auch die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft sind unter vielen Anerkennungen Indiz für das Lebenswerk eines Arztes, der den Problemen der Ärzteschaft auch heute noch klug und kritisch ins Auge schaut. KHK
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