ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2018Vergütung: Ausgabenbegrenzung bei Multimorbiden am stärksten

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Vergütung: Ausgabenbegrenzung bei Multimorbiden am stärksten

Dtsch Arztebl 2018; 115(23): A-1102 / B-928 / C-924

Hillienhof, Arne

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Die Abzüge der Vertragsärzte für multimorbide Patienten betrugen knapp eine Milliarde Euro. Foto: picture alliance
Die Abzüge der Vertragsärzte für multimorbide Patienten betrugen knapp eine Milliarde Euro. Foto: picture alliance

Die Deckelung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) trifft Ärzte bei der Versorgung von multimorbiden Patienten am stärksten. Das hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nachgewiesen. Das Zi hat dazu ärztliche Abrechnungsdaten des Jahres 2015 herangezogen. Die Ausgaben der Krankenkassen betrugen demnach für die vertragsärztliche Versorgung etwa 35,6 Milliarden Euro. Davon entfielen rund 24 Milliarden Euro auf die MGV, die in ihrer Höhe gesetzlich begrenzt ist. Die Zi-Wissenschaftler haben für ihre Analyse alle rund 73 Millionen gesetzlich Versicherten in zehn gleich große Gruppen aufgeteilt. Das Zehntel der Versicherten mit dem geringsten Versorgungsaufwand beanspruchte 0,1 Prozent der MGV, das Zehntel mit dem höchsten Versorgungsaufwand verbrauchte 34,8 Prozent (rund 8,4 Milliarden Euro). Für das Zehntel der Patienten, für die die meisten Leistungen durchgeführt wurden, mussten die Vertragsärzte mit knapp einer Milliarde Euro die höchsten Abzüge hinnehmen. „Damit trifft die gesetzliche Ausgabenbegrenzung insbesondere die Vertragsärzte, wenn sie Patienten behandeln, die aufgrund von Mehrfacherkrankungen häufig auf ärztliche Hilfe angewiesen sind“, hieß es aus dem Zi. hil

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