ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2018Kriminalstatistik: Ruf nach zeitgemäßem Kinder- und Jugendschutz

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Kriminalstatistik: Ruf nach zeitgemäßem Kinder- und Jugendschutz

PP 17, Ausgabe Juni 2018, Seite 246

Gießelmann, Kathrin; dpa

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Bei sexuellem Kindesmissbrauch haben sich die Fallzahlen kaum verändert. Foto: iStockphoto
Bei sexuellem Kindesmissbrauch haben sich die Fallzahlen kaum verändert. Foto: iStockphoto

Während die Kriminalität statistisch gesehen insgesamt abgenommen hat, sind Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung jugendpornografischer Schriften um 23,7 Prozent gestiegen. 62,4 Prozent der Fälle erfolgte über das Internet. Bei sexuellem Kindesmissbrauch sind die Fallzahlen mit 11 500 Straftaten für 2017 im Vergleich zum Vorjahr (rund 12 000 Fälle) weitgehend unverändert geblieben. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die das Bundesinnenministerium vorgelegt hat. Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, sprach von einem „erschütternden Ausmaß“ der Kinder- und Jugendpornografie. Auch Cybergrooming – das Ansprechen Minderjähriger im Netz mit dem Ziel sexueller Kontakte – stelle eine Gefahr dar. Rörig forderte die Regierung auf, sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche konsequent zu bekämpfen und für einen zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutz im Netz einzutreten. Die IT-Wirtschaft müsse verpflichtet werden, den Kinder- und Jugendschutz im Netz zu realisieren. gie/dpa

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