ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2018IQWIG: Keine Grundlage für Depressionsscreening

AKTUELL

IQWIG: Keine Grundlage für Depressionsscreening

PP 17, Ausgabe Juni 2018, Seite 245

Hillienhof, Arne; SB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat Vor- und Nachteile von Depressionsscreenings untersucht, konnte jedoch keinen eindeutigen Nutzen nachweisen. Das Institut sieht deshalb keine Grundlage für eine Einführung von Screeningtests. Dabei handelt es sich um Fragebögen, die von den Patienten selbst ausgefüllt werden. Diese Tests können Hinweise auf die Erkrankung geben, sind jedoch kein Ersatz für eine Diagnose. Und obwohl sie eine frühzeitige Diagnose erleichtern und damit die Behandlungsmöglichkeiten verbessern können, bergen sie nach Ansicht des IQWiG auch Gefahren. So könnten beispielsweise falsch-positive Ergebnisse Betroffene unnötig belasten sowie Patienten mit leichten Depressionen unter Umständen unter den Nebenwirkungen von Psychopharmaka leiden, die sie eigentlich gar nicht brauchten. hil/sb

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema