VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 1996; 93(25): A-1730 / B-1463 / C-1363

EB

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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. mult. Wilhelm Doerr, ehemaliger Direktor des Pathologischen Instituts der Universität Heidelberg, starb am 21. Mai im Alter von 81 Jahren.
Doerr, der in Heidelberg und Marburg Medizin studierte, 1939 promoviert wurde, habilitierte sich 1942 an der Universität Heidelberg. 1953 wurde Wilhelm Doerr auf den Lehrstuhl für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie der Freien Universität Berlin berufen. 1956 folgte er einem Ruf an die Universität Kiel und 1963 an die Universität Heidelberg. Schwerpunkt seiner Forschungsarbeiten in der Pathologie und in Tierexperimenten waren die Krankheiten des Herzmuskels – Entzündung, Infarkte und fehlerhafter Aufbau der Herzmuskelfasern. Er war der erste europäische Wissenschaftler, der die angeborenen Herzfehler unter entwicklungsgeschichtlichen Gesichtspunkten in einem System erfaßte.
Das Heidelberger Pathologische Institut, an dem Professor Doerr gewirkt hatte, gilt als das größte seiner Art in Europa. Auch nach seiner Emeritierung blieb Wilhelm Doerr wissenschaftlich aktiv. Er beschäftigte sich mit Fachthemen wie zum Beispiel der Anthropologie des Krankhaften, der theoretischen Pathologie und der Erörterung von Begriffen wie Gesundheit und Krankheit. Prof. Doerr ist mehrfach geehrt worden, so 1984 mit der Johann-Heinrich-Merck-Medaille. 1985 verlieh ihm der Deutsche Ärztetag die Paracelsus-Medaille. 1986 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, 1987 die Rudolf-Virchow-Medaille, 1979 erhielt er die Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundes­ärzte­kammer, 1991 ist er mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.


Berthold Schüttrumpf, ehemaliger, langjähriger Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung SchleswigHolstein, Bad Segeberg, starb am 11. April im 72. Lebensjahr.
Schüttrumpf, gebürtiger Segeberger, trat nach Banklehre 1946 in die neu errichtete Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein ein. 1968 ist er zum Geschäftsführer bestellt worden, ein Amt, das er bis zu seiner Pensionierung (1987) innehatte. Von 1987 bis 1989 war er für die KV beratend tätig. Schüttrumpf hat sich einen Namen als Experte auf dem Gebiet der kassenärztlichen Bedarfsplanung gemacht. Auf ihn gehen zahlreiche Fachaufsätze, Kommentare und Referate zurück. EB

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