Supplement: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2018; 115(24): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Elektrische Zigaretten gelten bei vielen Rauchern als harmlose Alternative zu klassischen Tabakzigaretten. Zu den gesundheitlichen Folgen gibt es allerdings erst wenige Studien – einige deuten darauf hin, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als Tabakzigaretten. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie unschädlich sind, wie eine aktuelle amerikanische Studie belegt (Free Radic Biol Med 2018; 120: 72–9). In ihrer Untersuchung zeigten die Forscher, dass alle getesteten 49 Aromen beim Rauchen unterschiedliche Mengen freier Radikale freisetzen und somit oxidativen Stress in den Zellen verursachen. Dies könne Erkrankungen wie Diabetes, Asthma, Parkinson sowie Lungen- und Darmkrebs verursachen.

Insgesamt gibt es fast 8 000 verschiedene aromatische Zusatzstoffe, die der E-Zigarette zugesetzt werden können. Sie werden zwar bereits als Lebensmittelzusatzstoffe verwendet. „Doch sobald sie erhitzt und inhaliert werden, scheinen diese Aromen Schadstoffe zu produzieren, die der Lunge und dem Immunsystem schaden“, warnt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, Prof. Klaus F. Rabe. Zudem seien in E-Zigaretten bereits Nitrosamine, Diethylenglykol und Formaldehyd nachgewiesen worden. „Wie sich das langfristig auf die Lunge auswirkt, kann man jetzt noch nicht sagen.“

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Somit gilt auch heute noch: Wer raucht, setzt sich gesundheitlichen Gefahren aus. Aussteigen ist daher sicherer als Umsteigen.

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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