ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2018Patienteninformation: Plattform für klinische Studien zu allergischen Erkrankungen

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Patienteninformation: Plattform für klinische Studien zu allergischen Erkrankungen

Dtsch Arztebl 2018; 115(24): A-1182 / B-992 / C-988

Hillienhof, Arne

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Damit nur seriöse wissenschaftliche Studien auf der Plattform erscheinen, werden die Arbeiten zuvor von fünf Allergologen begutachtet. Foto: Gorilla/stock.adobe.com
Damit nur seriöse wissenschaftliche Studien auf der Plattform erscheinen, werden die Arbeiten zuvor von fünf Allergologen begutachtet. Foto: Gorilla/stock.adobe.com

Eine Onlineplattform für klinische Studien zu Allergien hat der Allergieinformationsdienst am Helmholtz-Zentrum München vorgestellt. Sie soll Ärzte und Patienten unabhängig und transparent darüber informieren, welche klinischen Studien zu Allergien im Augenblick laufen und welche Möglichkeiten bestehen, daran teilzunehmen. Zum Auftakt des Angebotes stehen insbesondere Studien zu häufigen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Neurodermitis im Fokus. Insgesamt sollen Patienten die Möglichkeit erhalten, sich schnell einen Überblick über aktuelle Studien zu allergischen Krankheitsbildern zu verschaffen.

Die Nutzer finden auf der Plattform neben Angaben zum Krankheitsbild, zu Aufnahmekriterien und Untersuchungsrahmen auch Informationen über Finanzierungsquellen und Ansprechpartner in den teilnehmenden Studienzentren. Außerdem gibt es Hinweise zur Organisation von Studien und zu den Rechten der Patienten. Die Initiatoren der Plattform legen nach eigenen Angaben großen Wert auf Transparenz, beispielsweise bei der Offenlegung gegebenenfalls beteiligter Firmen.

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Eine Steuerungsgruppe aus fünf Allergologen deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen begutachtet jede Studie, ehe sie auf der Plattform veröffentlicht wird. „So stellen wir sicher, dass nur Informationen zu seriösen wissenschaftlichen Studien die Patienten erreichen“, erläutert Prof. Dr. med. Thomas Werfel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und Mitglied der Steuerungsgruppe im wissenschaftlichen Beirat des Allergieinformationsdienstes.

Das Helmholtz-Zentrum München hat in den vergangenen fünf Jahren zu seinen drei medizinischen Forschungsschwerpunkten eigene Informationsdienste und darin verankerte Studienplattformen entwickelt. Neben dem Allergieinformationsdienst stehen Angebote für Diabetes und Lungenerkrankungen zur Verfügung. „Alle drei Dienste wurden mit dem Ziel aufgebaut, bundesweit Standards zu setzen für qualitätsgesicherte, evidenzbasierte und gleichzeitig allgemein verständliche Patienteninformation im digitalen Zeitalter“, hieß es aus dem Helmholtz-Zentrum. hil

http://daebl.de/VN61

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