ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2018Regine Heilbronn: Know-how zur Unternehmensgründung

PERSONALIEN

Regine Heilbronn: Know-how zur Unternehmensgründung

Dtsch Arztebl 2018; 115(24): A-1183 / B-993 / C-989

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Regine Heilbronn, Foto: privat
Regine Heilbronn, Foto: privat

Als Arzt oder Ärztin ein Unternehmen zu gründen ist nicht leicht – obwohl so manches Forschungsergebnis gleichzeitig eine gute Geschäftsidee wäre. Die Bundesregierung unterstützt deshalb mit GO-Bio (Gründungsoffensive Biotechnologie) gründungsbereite Lebenswissenschaftler. Die mittlerweile achte Auswahlrunde zeigte: Bedarf besteht. 68 Forscherteams reichten beim Bun­des­for­schungs­minis­terium ihre Projektskizzen ein.

Ausgewählt wurde in diesem Jahr unter anderem Prof. Dr. med. Regine Heilbronn. Gemeinsam mit ihrem Team konnte sie die Jury mit ihrer neuartigen Epilepsie-Therapie im April bei den „Deutschen Biotechnologietagen 2018“ überzeugen. Sie erhält dafür drei Millionen Euro. Nach drei Jahren soll das fertige Produkt für klinische Studien zur Verfügung stehen.

Anzeige

Heilbronn, Leiterin des Instituts für Virologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, entwickelte gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Schwarzer von der Medizinischen Universität Innsbruck eine neuartige Therapie für fokale Epilepsien. Diese basiert auf Adeno-assoziierten viralen (AAV-)Vektoren, die einmalig in das betroffene Gehirnareal injiziert werden und fokal anfallshemmende Neuropeptide produzieren. Anders als bei konventionellen Wirkstoffen ist die Freisetzung lokal und zeitlich streng begrenzt. „Wir haben wirklich innovative Daten und eine einzigartige Therapieform entwickelt“, sagt Heilbronn. Sehr habe sie dabei von der Unterstützung der Stiftung Charité und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung profitiert. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige