ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2018Elektronische Gesundheitsakten: Der Markt ist in Bewegung

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Elektronische Gesundheitsakten: Der Markt ist in Bewegung

Dtsch Arztebl 2018; 115(25): A-1196 / B-1006 / C-1002

Krüger-Brand, Heike E.

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Elektronische Gesundheitsakten sollen unter anderem Ärzte und Patienten digital miteinander vernetzen. Foto: asawinklabma/stock.adobe.com
Elektronische Gesundheitsakten sollen unter anderem Ärzte und Patienten digital miteinander vernetzen. Foto: asawinklabma/stock.adobe.com

Die Techniker Krankenkasse (TK) und die AOK Baden-Württemberg wollen künftig ihre getrennt entwickelten Lösungen für eine elektronische Gesundheitsakte (eGA) zusammenführen und eine einheitliche Akte für ihre Versicherten anbieten. Gemeinsames Ziel sei es, dass alle Aktenlösungen einheitlichen technischen Standards folgen, erklärten Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK, und Siegmar Nesch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, beim Digital Health Summit der Computermesse Cebit.

Die TK hatte im April dieses Jahres ihre elektronische Gesundheitsakte „TK-Safe“, die sie gemeinsam mit IBM entwickelt hatte, der Öffentlichkeit vorgestellt. Der AOK-Bundesverband hatte zuvor bereits in den Modellregionen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ein digitales sektorenübergreifendes Gesundheitsnetzwerk gestartet. Im Wettbewerb dazu hatten Anfang Juni die DAK und 90 weitere mit dem IT-Dienstleister Bitmarck kooperierende gesetzliche Krankenkassen zusammen mit der Allianz und weiteren privaten Kran­ken­ver­siche­rungen die elektronische Gesundheitsakte „Vivy“ gelauncht, die ab Juli verfügbar sein soll.

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„Es ist gut, dass Krankenkassen hier die Führungsposition übernommen haben und das Thema Gesundheitsakte voranbringen“, erklärte TK-Chef Baas. „Wir schaffen offene Standards, sodass ein Versicherter seine Daten bei einem Kassenwechsel problemlos mitnehmen kann“, versicherte er.

Zwar sind TK-Safe und Vivy nach Aussage der jeweiligen Anbieter so konzipiert, dass sie mit der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) kompatibel sind. Dennoch ist derzeit unklar, wie die Datensammlungen der eGA-Lösungen der Krankenkassen mit der elektronischen Patientenakte und dem Patientenfach nach
§ 291 a Sozialgesetzbuch V praktisch zusammenspielen können. KBr

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