ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2018Grippeimpfungen: Pharmaverband fordert Impfrecht für Apotheker

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Grippeimpfungen: Pharmaverband fordert Impfrecht für Apotheker

Dtsch Arztebl 2018; 115(25): A-1196 / B-1006 / C-1002

Hillienhof, Arne

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Gegen ein Impfrecht von Apothekern sprach sich die Mehrheit der Deutschen in einer Umfrage aus. Foto: dpa

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) hat ein Impfrecht für Apotheker gefordert. „Grippeschutzimpfungen in der Apotheke erhöhen die Impfquote und reduzieren die volkswirtschaftlichen Kosten durch vermiedene Erkrankungen“, erklärte der Verband und verwies dabei auf eine gesundheitsökonomische Analyse, die der BAH bei der May und Bauer GbR in Auftrag gegeben hatte.

Gemäß des darin berechneten Szenarios könnte die Impfrate gegen Influenza mittelfristig von 25 auf 37 Prozent gesteigert werden, was 9,9 Millionen mehr Geimpfte, 905 000 weniger Grippeerkrankte, 18 700 vermiedene Krankenhaustage sowie drei Millionen weniger Arbeitsunfähigkeitstage im Jahr bedeuten würde. Das entspreche Kosteneinsparungen von über einer Milliarde Euro.

Einer vom BAH beim Marktforschungsinstitut Nielsen in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage zufolge befürworten 28 Prozent der Ärzte die Entlassung von Impfstoffen aus der Verschreibungs- in die Apothekenpflicht – wobei der Apotheker die Impfung vornehmen würde. Bei den Apothekern befürworteten 47 Prozent ein solches Szenario und in der Bevölkerung 43 Prozent.

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Der 121. Deutsche Ärztetag hat sich im Mai dieses Jahres dezidiert gegen das Impfen in Apotheken ausgesprochen. hil

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