ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2018Ambulante Versorgung: Weniger Hausbesuche über KVen abgerechnet

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Ambulante Versorgung: Weniger Hausbesuche über KVen abgerechnet

Dtsch Arztebl 2018; 115(25): A-1195 / B-1005 / C-1001

Hillienhof, Arne

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Die Zahl der über die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) abgerechneten Hausbesuche von Ärzten ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei hervor. Gab es 2009 bundesweit noch 30 336 005 Hausarztbesuche bei gesetzlich Krankenversicherten, waren es 2016 nur noch 25 196 682.

Allerdings variiert die Zahl der Hausbesuche zwischen den Bundesländern stark. Im Jahr 2017 leisteten Hausärzte im Saarland zum Beispiel 894 Hausbesuche pro Arzt. In Brandenburg lag deren Zahl hingegen bei 390 und in Bremen bei 342. In Hessen gab es in diesem Jahr elf Regressforderungen, in Nordrhein waren es drei. „Es sollte selbstverständlich sein, dass medizinisch notwendige Hausbesuche ohne Angst vor Rückzahlungsforderungen möglich sind“, sagte der Linkenpolitiker Achim Kessler. Angst vor einem Regress könnte ihm zufolge ein Grund für den Rückgang der Hausbesuche sein. 

Die KV Westfalen-Lippe wies darauf hin, dass in die Beantwortung der Kleinen Anfrage ausschließlich die über die KVen abgerechneten Hausbesuche eingegangen sind: „Die im Rahmen von Verträgen zur hausarztzentrierten Versorgung stattfindenden Hausbesuche sind in dieser Aufstellung nicht enthalten“, hieß es aus der KV. „Wir gehen davon aus, dass die über die Hausarztverträge abgerechneten Hausbesuche den Rückgang mindestens kompensieren.“ hil

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