ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2018Peniler Morbus Mondor durch May-Thurner-Syndrom getriggert

MEDIZIN: Der klinische Schnappschuss

Peniler Morbus Mondor durch May-Thurner-Syndrom getriggert

Penile Mondor’s disease triggered by May–Thurner syndrome

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(26): 452; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0452

Herold, Joerg; Pech, Maciej

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Peniler Morbus Mondor durch May-Thurner-Syndrom getriggert
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Peniler Morbus Mondor durch May-Thurner-Syndrom getriggert

Ein 30-jähriger Patient stellte sich mit rezidivierenden schmerzhaften Schwellungen seines Penis vor. Eine Selbstmanipulation oder der Gebrauch von Sexspielzeug wurde glaubhaft verneint, und es folgte eine klinische und duplexsonographische Untersuchung. Hier zeigte sich eine Thrombose des Vena dorsalis Penis (Abbildung). Eine Thrombose an dieser Lokalisation wird als peniler Morbus Mondor bezeichnet. Darüber hinaus konnte eine anatomische Kompression der linken V. iliaca communis durch die rechte A. iliaca communis dargestellt werden. Diese hämodynamisch relevante Stenose, das sogenannte May-Thurner-Syndrom, wurde mit einer Ballonangioplastie und Stentimplantation versorgt. Der Patient wurde für drei Monate mit einem Xa-Inhibitor behandelt. Die Schwellung des Penis nahm direkt nach dem Eingriff ab, und die vollständige Restitution wurde innerhalb von vier Wochen erreicht.

PD Dr. med. habil. Joerg Herold, Klinik für Kardiologie und Angiologie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Joerg_herold@hotmail.com

Prof. Dr. med. Maciej Pech, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Herold J, Pech M: Penile Mondor’s disease triggered by May–Thurner syndrome. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 452. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0452

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.de

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