ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2018Operationen: Mehr Kniegelenkstotalendoprothesen auch für jüngere Patienten

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Operationen: Mehr Kniegelenkstotalendoprothesen auch für jüngere Patienten

Dtsch Arztebl 2018; 115(26): A-1248 / B-1052 / C-1044

Hillienhof, Arne

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Fachgesellschaften rechnen mit steigenden Eingriffszahlen, weil sich Deutschland beim Altersdurchschnitt der Bevölkerung weltweit in einer Spitzengruppe befindet. Foto: mauritius images
Fachgesellschaften rechnen mit steigenden Eingriffszahlen, weil sich Deutschland beim Altersdurchschnitt der Bevölkerung weltweit in einer Spitzengruppe befindet. Foto: mauritius images

In Deutschland erhalten immer mehr Patienten künstliche Kniegelenke. Zwischen 2013 und 2016 ist die Zahl der Eingriffe von 143 000 auf 169 000 gestiegen. Bei den unter 60-Jährigen sind die Operationszahlen von 27 000 auf 33 000 (plus 23 Prozent) angewachsen, wie eine Analyse der Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem Science Media Center, einem Unternehmen für Wissenschaftskommunikation, zeigt. Letzteres hat Daten des Statistischen Bundesamtes altersstandardisiert ausgewertet. Die Bertelsmann Stiftung betonte, der Trend zu mehr Eingriffen sei weder durch medizinische noch durch demografische oder geografische Einflussfaktoren zu erklären. „Dass immer mehr jüngere Patienten Knieprothesen bekommen, lässt fragen, ob die Operationen wirklich medizinisch notwendig indiziert sind“, sagte Brigitte Mohn, Vorstand der Stiftung. Dies sei „besorgniserregend“. Mehrere ärztliche Fachgesellschaften widersprachen dem. „Der Anstieg für den Ersatz eines künstlichen Kniegelenkes seit 2009 liegt mit acht Prozent im internationalen Durchschnitt“, heißt es in einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik, der Deutschen Kniegesellschaft und des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie erwarten aufgrund des demografischen Wandels künftig noch höhere Zahlen. hil

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