ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2018Psychiatrie: Fachkräftemangel in Kliniken zentrale Herausforderung

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Psychiatrie: Fachkräftemangel in Kliniken zentrale Herausforderung

Dtsch Arztebl 2018; 115(26): A-1248 / B-1052 / C-1044

Hillienhof, Arne

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Fachkliniken für Psychiatrie können derzeit viele Arztstellen nicht besetzen. Foto: picture alliance
Fachkliniken für Psychiatrie können derzeit viele Arztstellen nicht besetzen. Foto: picture alliance

63 Prozent der stationären Psychiatrien haben derzeit Probleme, offene Stellen im ärztlichen Dienst zu besetzen. Besonders dramatisch ist die Situation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dort konnte in den betroffenen Einrichtungen jede fünfte Arztstelle nicht besetzt werden. Außerdem haben 45 Prozent der Einrichtungen Schwierigkeiten, offene Stellen im Pflegedienst zu besetzen. Dies ist das Ergebnis des „Psychiatrie-Barometers“ des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), einer jährlich durchgeführten Befragung der psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäuser und Fachabteilungen in Deutschland. „Das Problem des Fachkräftemangels nimmt damit auch in der Psychiatrie besorgniserregende Ausmaße an“, erklärte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Er wies in diesem Zusammenhang auf die laufende Arbeit im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss an einer Richtlinie zu Mindestanforderungen in Psychiatrie und Psychosomatik hin. Für diese Richtlinie sei die Erhebung des DKI „zwingend zu berücksichtigen“. „Objektive Stellenbesetzungsunmöglichkeiten müssen akzeptiert werden, sonst kollabiert die Versorgung“, sagte Gaß. Die Untersuchung zeigt auch, dass die Bundesländer ihren Investitionsverpflichtungen für die psychiatrischen Krankenhäuser nicht ausreichend nachkommen. Nur noch die Hälfte der Krankenhausinvestitionen wird demnach aus öffentlichen Fördermitteln bestritten. hil

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