ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2018ADHS: Kein weiterer Anstieg der Diagnosen

AKTUELL

ADHS: Kein weiterer Anstieg der Diagnosen

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Ärzte haben 2016 bei 260 000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland eine Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert. Das entsprach einer Diagnosehäufigkeit von 4,3 Prozent. Bei Jungen wurde ADHS mit 196 000 Fällen häufiger diagnostiziert als bei Mädchen (64 000 Fälle), wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) berichtet. In den Jahren 2009 bis 2016 war demnach kein Anstieg der ADHS-Häufigkeit zu verzeichnen. Dem Leiter des Zi-Versorgungsatlas, Jörg Bätzing, zufolge erklärt die neue Analyse zudem, warum frühere Studien Unterschiede bei ADHS-Diagnosen zwischen Kindern auf dem Land und in der Stadt aufgezeigt haben. Laut Bätzing liegt dies am Ausländeranteil an der Bevölkerung. Die ADHS-Diagnose scheine bei ausländischen Kindern und Jugendlichen seltener gestellt zu werden als bei einheimischen, sagte er. hil

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote