ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2018Psychisch kranke Kinder: Unabhängige Patientenberatung
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Die Autorinnen stellen zu Recht die Unübersichtlichkeit der Versorgungsangebote, die Schnittstellenprobleme zwischen den Leistungsbereichen und die damit einhergehenden Orientierungsschwierigkeiten der Eltern psychisch kranker Kinder und Jugendlicher heraus. Leider gehen sie ausgerechnet in einem Beitrag im Ärzteblatt PP, also einer Zeitschrift für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, nicht weiter auf die Rolle dieser Berufsgruppe ein. Es wäre zu diskutieren, ob es nicht einer unabhängigen Patientenberatung im Vorfeld konkreter Hilfen bedarf, die ein aktuelles Überblickswissen über die verschiedenen Hilfemöglichkeiten (Jugendhilfe, ambulante Psychotherapie, Beratungsstellen) vorhält. Die Psychotherapeutische Sprechstunde bei niedergelassenen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-innen bzw. Psychologischen Psychotherapeuten/-innen ist dafür eigentlich nicht der richtige Ort.

Bettina Naumann, 85221 Dachau

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