ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2018Therapieoptionen für abdominale Adipositas im Erwachsenenalter

MEDIZIN: Originalarbeit

Therapieoptionen für abdominale Adipositas im Erwachsenenalter

Metaanalyse und systematischer Review randomisierter kontrollierter Studien

Treatment options for abdominal obesity in adults—a meta-analysis and systematic review of randomized controlled trials

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(29-30): 487-93; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0487

Kesztyüs, Dorothea; Erhardt, Julia; Schönsteiner, Dorothée; Kesztyüs, Tibor

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Hintergrund: Die abdominale Adipositas, die Ansammlung von Fett in der Bauchregion, ist ein Risikofaktor für verschiedene nichtübertragbare Krankheiten. Ziel dieses Reviews ist es, bestehende nichtoperative Therapieoptionen für die abdominale Adipositas bei Erwachsenen zu untersuchen. Interventionen mit Verhaltens-, Ernährungs-, körperlicher Aktivitäts- oder pharmazeutischen Komponenten werden mit Kontrollen verglichen.

Methode: Die Literatur zu randomisierten kontrollierten Studien wurde in Medline, Embase und dem Cochrane Central Register of Controlled Trials gemäß eines vorab erstellten und registrierten Protokolls (PROSPERO CRD42017057898) systematisch recherchiert.

Ergebnisse: Von 2 954 Artikeln verblieben nach Prüfung der Ein-/Ausschlusskriterien 15 Studien mit 2 918 Teilnehmern. Insgesamt verminderten die Programme den Bauchumfang als Maß für abdominale Adipositas um −2,65 cm (95-%-Konfidenzintervall [KI]: [−3,77; −1,53]). Acht Verhaltensinterventionen reduzierten den Bauchumfang um −1,88 cm (95-%-KI: [−2,55; −1,22]), sechs kombinierte Interventionen mit Verhaltens- plus Ernährungs- und/oder körperlicher Aktivitätskomponente um −4,11 cm (95-%-KI: [−6,17; −2,05]). Die einzige pharmazeutische Studie konnte keinen Effekt auf den Bauchumfang feststellen.

Schlussfolgerung: Die identifizierten Interventionen zeigten insgesamt einen moderaten Einfluss auf den Bauchumfang. Ein Grund dafür könnte sein, dass in den meisten Studien Bauchumfang ein sekundärer Ergebnisparameter war und nur eine kleine Anzahl von Interventionen primär auf abdominale Adipositas abzielte. Mehr Studien, die direkt auf die Reduktion abdominaler Adipositas ausgerichtet sind, werden dringend benötigt.

LNSLNS

Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) definiert Adipositas als abnormale oder exzessive Fettansammlung, die die Gesundheit beeinträchtigen kann (1). Darüber hinaus ist die Adipositas das sichtbare Zeichen einer metabolischen Störung, verursacht durch die übermäßige Zufuhr von hoch verarbeiteten Lebensmitteln, reich an Zucker jeglicher Art und Fett in einem ungesunden Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (2). Besonders die abdominale Adipositas („abdominal obesity“ [AO]) hängt eng zusammen mit den meisten nichtübertragbaren Krankheiten („non-communicable diseases“, [NCDs]), genauer gesagt mit den folgenden vier von der WHO postulierten Haupttypen (3):

  • kardiovaskuläre Erkrankungen (4)
  • Diabetes (5)
  • Krebs (6)
  • chronische Atemwegserkrankungen (7).

Dabei liegt das höchste relative Mortalitätsrisiko bei einer Kombination von einem niedrigen Body-Mass-Index (BMI) mit einem hohem Bauchumfang („waist circumference“ [WC]) oder dem Bauch-Hüftumfang-Verhältnis („waist-to-hip ratio“ [WHR]) (8). Auch wenn das von vielen Ärzten und noch mehr Patienten nicht wahrgenommen wird (9), repräsentiert die abdominale Adipositas die Hochrisikoform der Adipositas (10). Daher ist die Identifikation effektiver Therapien für die abdominale Adipositas bedeutsam, um den Anstieg der Prävalenzen von sowohl abdominaler Adipositas als auch den damit verbundenen meisten nichtübertragbaren Krankheiten zurückzudrängen.

Messung und Prävalenz abdominaler Adipositas

Es gibt verschiedene Messverfahren zur Feststellung der abdominalen Adipositas. Das gebräuchlichste ist die Messung des Bauchumfangs und die Bewertung mittels geschlechtsspezifischer Grenzwerte. Verbreitet sind hier 80 cm für Frauen und 94 cm für Männer (11). Ein neueres Maß ist die „waist-to-height ratio“ (WHtR), die Abweichungen in der Körpergröße mitberücksichtigt und einen Grenzwert (0,5) für alle bietet (12), wobei einige Forscher einen Grenzwert von 0,6 für Ältere vorschlagen.

Eine national repräsentative Stichprobe Erwachsener in Deutschland (18–79 Jahre, n = 7 013) ergab 1998 eine Prävalenz der abdominalen Adipositas (WC ≥ 94/80 cm) von 58 % bei Männern und 59,7 % bei Frauen (13). Neuere Daten aus Baden-Württemberg aus dem Jahr 2010 zeigen eine hohe Prävalenz abdominaler Adipositas („waist-to-height ratio“ [WHtR] ≥ 0,5) bei Grundschulkindern und deren Eltern (24–68 Jahre, n = 1 659), mit 75 % bei den Vätern und 47 % bei den Müttern (14).

Die Behandlung der abdominalen Adipositas kann helfen, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und Ressourcen einzusparen. Der Einfluss von Bewegung auf abdominales Fett wurde bereits systematisch überprüft (15, 16), ein systematischer Review zu Lebensstil- und pharmazeutischen Interventionen wurde in einschlägigen Datenbanken nicht gefunden. Daher ist es oberstes Ziel dieses systematischen Reviews, therapeutische Strategien für die abdominale Adipositas zu identifizieren und darüber hinaus eine Basis für die weitere Erforschung spezifischer Therapien zu schaffen. Das Schema in Tabelle 1 wurde gemäß dem „Participants, Interventions, Comparisons and Outcomes (PICO)“-Rahmenkonzept (17) erstellt.

PICO-Schema
PICO-Schema
Tabelle 1
PICO-Schema

Methoden

Das Protokoll dieses Reviews wurde vorab bei dem internationalen prospektiven Register systematischer Reviews PROSPERO (www.crd.york.ac.uk/PROSPERO/, Registrierungsnummer CRD42017057898) eingetragen.

Datenbanken

Medline, Embase und das Cochrane Central Register of Controlled Trials (CCRCT) wurden systematisch nach randomisierten kontrollierten Studien (RCT), veröffentlicht zwischen Januar 1990 und Januar 2017, durchsucht. Die Suchstrategie für Medline ist exemplarisch im eKasten dargestellt. Diese Strategie wurde für Embase und CCRCT angepasst. Die Literatur-Referenzen wurden in der webbasierten Literatur-Management Software RefWorks (ProQuest LCC, Ann Arbor, MI, USA) gespeichert, Duplikate wurden programmgesteuert entfernt.

Suchstrategie in Medline (Ovid)
Suchstrategie in Medline (Ovid)
eKasten
Suchstrategie in Medline (Ovid)

Studienselektion, Datenextraktion und Bias-Risiko

Zwei Wissenschaftler (JE, DS) prüften unabhängig voneinander Titel und Abstracts der als Suchergebnis erhaltenen Literaturreferenzen, entsprechend den in Tabelle 2 dargestellten, vorher festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien, und entfernten weitere Duplikate. Unstimmigkeiten wurden durch einen dritten Wissenschaftler gelöst (DK). Das gleiche Vorgehen wurde für die Prüfung der Volltexte angewendet.

Ein- und Ausschlusskriterien für randomisierte kontrollierte Studien über Therapieoptionen bei abdominaler Adipositas im Erwachsenenalter
Ein- und Ausschlusskriterien für randomisierte kontrollierte Studien über Therapieoptionen bei abdominaler Adipositas im Erwachsenenalter
Tabelle 2
Ein- und Ausschlusskriterien für randomisierte kontrollierte Studien über Therapieoptionen bei abdominaler Adipositas im Erwachsenenalter

Die Datenextraktion erfolgte in vordefinierte Tabellen, die vorab gemeinschaftlich von den Autoren erstellt wurden. Alle Einträge wurden gegengeprüft. Die extrahierten Daten enthielten Basisinformationen zu

  • Studiendetails
  • Charakteristika der Teilnehmer
  • Interventions- und Kontrollbedingungen
  • Anzahl der Teilnehmer in jeder Gruppe
  • Studienabbrechern
  • Zielgrößen, Ergebnissen und Nebenwirkungen.

Fehlende Angaben wurden, soweit möglich, Studienprotokollen oder anderen Publikationen, auf die im jeweiligen Text verwiesen wurde, entnommen. Primäre Zielgröße war die mittlere Differenz der longitudinalen Änderung des Bauchumfangs zwischen Interventions- und Kontrollgruppe. Soweit vorhanden, wurden Messergebnisse nach einem 12-monatigen Beobachtungszeitraum, unabhängig von der Dauer der Intervention, für die Metaanalyse verwendet.

Das Bias-Risiko der eingeschlossenen RCT wurde mittels des „risk of bias tool“ der Cochrane Collaboration bestimmt (18). Wiederum evaluierten zwei Wissenschaftler unabhängig voneinander das Bias-Risiko, und Unstimmigkeiten wurden in Diskussion mit einem dritten Wissenschaftler gelöst. Um den Publikations-Bias zu beurteilen wurde ein Funnel Plot (Trichterdiagramm) generiert und ein Rangkorrelationstest für Asymmetrie durchgeführt.

Analysen

Die Metaanalyse wurde mit dem statistischen Softwarepaket R Release 3.2.3 für Windows (www.cran.r-project.org) durchgeführt. Differenzen zwischen Interventions- und Kontrollgruppe in den Veränderungen des Bauchumfangs von dem Baseline-Wert zu einem 12-Monats-Follow-up wurden untersucht. Für mehrarmige Studien wurde die Anzahl der Kontrollen gleichmäßig aufgeteilt. Geschlechtsspezifische Analysen wurden für Studien durchgeführt, die Daten separat für Männer und Frauen berichteten. Darüber hinaus wurde für die Stärke des Zusammenhangs zwischen Gewichtsverlust in Kilogramm und der Reduktion des Bauchumfangs der Korrelationskoeffizient nach Pearson berechnet.

Um die Differenzen zwischen den Studien zu berücksichtigen, wurden „random effects“-Modelle angewendet. Gruppengröße, Dauer und Art der Intervention wurden als Moderatorvariablen in eine „mixed effects“-Metaregressionsanalyse aufgenommen. Gepoolte Mittelwertunterschiede für den Bauchumfang in Zentimetern wurden basierend auf rohen mittleren Differenzen berechnet und werden als Inverse-Varianz gewichtete Durchschnittswerte mit 95-%-Konfidenzintervallen berichtet. Um die Heterogenität zu quantifizieren wurde die I2-Statistik berechnet und der Cochran-Q-Test angewendet. Eine Sensitivitätsanalyse wurde in Form eines Ausschlusses von Studien mit extremen Ergebnissen durchgeführt.

Ergebnisse

Die systematische Suche ergab 2 954 Treffer in drei medizinischen Datenbanken. Von RefWorks wurden 1 477 Treffer als singulär identifiziert und anschließend anhand der vorab definierten Ein- und Ausschlusskriterien überprüft. Von 262 Artikeln, die für die Prüfung der Volltexte beschafft wurden, blieben 19 Artikel übrig, diese berichten 15 Studien. Grafik 1 zeigt das PRISMA-Flussdiagramm der Studienselektion.

PRISMA-Flussdiagramm der Studienselektion CCRCT, Cochrane Central Register of Controlled Trials
PRISMA-Flussdiagramm der Studienselektion CCRCT, Cochrane Central Register of Controlled Trials
Grafik 1
PRISMA-Flussdiagramm der Studienselektion CCRCT, Cochrane Central Register of Controlled Trials

Studiencharakteristika

Die Durchführung der randomisierten kontrollierten Studien fand zwischen 2001 und 2011 statt, sofern angegeben. Es gab zwei Studien aus den USA und Kanada, eine aus Australien und 12 aus Europa. Acht der 15 Studien führten eine Verhaltenstherapie durch, sechs eine kombinierte Intervention aus Verhaltenstherapie, Ernährungs- und/oder körperlichen Aktivitätsprogrammen und eine pharmazeutische Behandlung. Drei Studien testeten in mehr als einer Interventionsgruppe verschiedenen Interventionstypen. Alle Maßnahmen, außer dreien, wurden als „Lifestyle-Intervention” bezeichnet und beinhalteten Empfehlungen zu Ernährung und körperlicher Aktivität. Eine dieser Studien untersuchte die Effekte von Diät und körperlicher Aktivität sowohl separat als auch in Kombination (e1). Der Vergleich erfolgte in neun Studien mit der Standardversorgung oder keiner Intervention, zwei Kontrollgruppen erhielten eine verzögerte Intervention, drei Untersucher stellten Selbsthilfematerial oder generelle Empfehlungen zur Verfügung und die pharmazeutische Intervention war placebokontrolliert.

Die Anzahl der Studienteilnehmer variierte zwischen 34 und 439, insgesamt wurden Daten von 2 918 Teilnehmern in die Metaanalyse eingeschlossen. Die Dauer der Intervention variierte zwischen drei Monaten und drei Jahren mit einem Median bei 12 Monaten. Messdaten zum Zeitpunkt von 12 Monaten waren bei 13 Studien verfügbar, für eine Studie mussten Daten von einer Messung nach sechs Monaten und für eine andere Studie Daten von einer Dreijahresmessung verwendet werden. Sieben Studien berichteten Baseline- und Follow-up-Werte, acht Studien absolute Änderungen beim Follow-up für Interventions- und Kontrollgruppe. Die meisten Studien fanden in Universitätskliniken oder bei niedergelassenen Ärzten statt. In allen Studien wurde der Bauchumfang in Zentimetern gemessen und in acht Studien als primäre oder sekundäre Zielgröße angegeben. Mehr Details finden sich in der eTabelle.

Hauptcharakteristika der eingeschlossenen Studien
Hauptcharakteristika der eingeschlossenen Studien
eTabelle
Hauptcharakteristika der eingeschlossenen Studien

Bias-Risiko und Abschlussrate

Veröffentlichte Studienprotokolle, wenn vorhanden, wurden bei der Erhebung des Bias-Risikos mit einbezogen. Alle Studien waren randomisiert, aber eine Verblindung der Teilnehmer und des Personals war nur teilweise möglich. Einige Studien berichteten signifikante Baseline-Differenzen. Nur eine Studie erreichte ein insgesamt niedriges Bias-Risiko (e1), alle anderen zeigten ein hohes oder unklares Risiko. Ein Überblick über das Bias-Risiko der einzelnen Studien ist in Grafik 2 dargestellt, ein Funnel-Plot in der eGrafik. Der Rangkorrelationstest zeigte keine signifikante Asymmetrie (Kendalls tau = 0,123; p = 0,489).

Übersicht Bias-Risiko
Übersicht Bias-Risiko
Grafik 2
Übersicht Bias-Risiko
Funnel Plot des beobachteten Outcomes in einem „random effects“-Modell
Funnel Plot des beobachteten Outcomes in einem „random effects“-Modell
eGrafik
Funnel Plot des beobachteten Outcomes in einem „random effects“-Modell

Die Abschlussraten variierten erheblich zwischen 48 % und 100 %. Die meisten Studien führten „complete case“-Analysen durch, vier Studien folgten einem „intention to treat“-Ansatz (e1e4).

Metaanalyse

Insgesamt reduzierten die Programme den Bauchumfang um −2,65 cm (95-%-Konfidenzintervall: [−3,77; −1,53]). Ergebnisse der „random effects“-Metaanalyse für alle Interventionen sind in Grafik 3 dargestellt. Ohne die einzige pharmazeutische Intervention fällt der Gesamteffekt geringfügig höher aus (−2,78 [−3,92; −1,63]). Teilnehmer von Verhaltensinterventionen verringerten ihren Bauchumfang um durchschnittlich −1,88 cm [−2,55; −1,22], diejenigen in kombinierten Programmen verloren im Mittel −4,11 cm [−6,17; −2,05]. Die Metaregression ergab eine signifikante Differenz von −2,39 cm (p = 0,024) zwischen beiden Interventionstypen, zugunsten des kombinierten Ansatzes. Wurde die Studie mit dem größten Effekt ausgeschlossen, verringerte sich die Differenz auf −1,74 cm [−3,59; 0,12] und verlor ihre Signifikanz. Drei Studien (e5e7) berichteten geschlechtsspezifische Subgruppenanalysen (n = 1 035). Männliche Teilnehmer senkten ihren Bauchumfang um durchschnittlich −2,61 cm [−4,38; −0,83], weibliche Teilnehmer verminderten ihren Bauchumfang im Mittel um −1,63 cm [−2,76; −0,49]. Außerdem korrelierten Gewichtsverlust in Kilogramm und Reduktion des Bauchumfangs stark (r[16] = 0,5; p < 0,001).

Forest Plot der rohen mittleren Differenz der longitudinalen Änderungen des Bauchumfangs zwischen Interventions- und Kontrollgruppe der eingeschlossenen Studien
Forest Plot der rohen mittleren Differenz der longitudinalen Änderungen des Bauchumfangs zwischen Interventions- und Kontrollgruppe der eingeschlossenen Studien
Grafik 3
Forest Plot der rohen mittleren Differenz der longitudinalen Änderungen des Bauchumfangs zwischen Interventions- und Kontrollgruppe der eingeschlossenen Studien

Nebenwirkungen

Nur sechs Studien machten Angaben zu Nebenwirkungen. Clark et al. berichteten drei Todesfälle während des Studienzeitraums, einen in der Interventions- und zwei in der Kontrollgruppe (e2). Die Intervention mit dem Wachstumshormon verursachte Nebenwirkungen in Form von leicht- bis mittelgradiger Flüssigkeitsretention (e8). Gomez-Huelgas et al. gaben an, dass während der dreijährigen Studiendauer 15 Teilnehmer starben und sieben den Status einer Behinderung erreichten, aber es fehlte die Information bezüglich der jeweiligen Gruppenzugehörigkeit (e9). Ross et al. berichteten von der Anzahl der muskuloskelettalen Ereignisse während oder nach dem Bewegungstraining und möglichen kardiovaskulären Ereignissen, ohne Unterschiede zwischen Interventionsgruppe und Standardversorgung (e6). Ter Bogt et al. verloren vier Teilnehmer in der Interventionsgruppe und sechs in der Standardversorgung aufgrund von Krankheit/Tod (e7). Bei Tuomilehto et al. verließen zwei Interventionsteilnehmer die Studie, weil diese die in dem Gewichtsreduktionsprogramm verwendeten Formula-Diätprodukte nicht tolerierten (e10).

Diskussion

Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die abdominale Adipositas zu messen und zu definieren, war wegen erheblicher Zweifel an der Verwendung einer einheitlichen Messgröße im Protokoll die Durchführung einer Metaanalyse ursprünglich nicht geplant (19). Allerdings gaben alle eingeschlossenen Studien Messdaten bezüglich des Bauchumfangs an, daher wurde eine Metaanalyse hinzugefügt. Die Ergebnisse zeigten die Überlegenheit des kombinierten Ansatzes von verhaltenstherapeutischen Maßnahmen mit einem Ernährungs- oder körperlichen Aktivitätsprogramm oder beidem. Allerdings wiesen die kombinierten Behandlungsverfahren eine beträchtliche Heterogenität auf. Der erfolgreichste Eingriff im Hinblick auf den Bauchumfang war eine Lebensstilintervention mit einer sehr niederkalorischen Diät (e10). Die einzige pharmazeutische Intervention, die eine Wachstumshormontherapie anwendete, bewirkte keine Änderungen im Bauchumfang, aber eine computertomographisch nachgewiesene Reduktion des viszeralen Fettgewebes (e8). Dieses Ergebnis zeigt auch eine Limitation der Verwendung des Bauchumfangs als Näherungsvariable für viszerales Fett auf. Dennoch wird die Verwendung dringend empfohlen und ist von zentraler Bedeutung für die Abschätzung des kardiovaskulären Risikos (20).

Der Gesamteffekt war nur moderat mit −2,65 cm (95-%-Konfidenzintervall: [−3,77; −1,53]), dies entspricht einer Reduktion von 2,5 % des durchschnittlichen Ausgangswertes von 102,7 cm. Allerdings bestätigt die Metaregression die Überlegenheit der kombinierten Interventionen über ausschließlich verhaltenstherapeutische Ansätze. Von sechs kombinierten Interventionen wählten vier zusätzlich zur Verhaltenstherapie eine körperliche Aktivitätskomponente, eine implementierte eine sehr niederkalorische Diät und eine untersuchte Diät und körperliche Aktivität sowohl getrennt als auch in Kombination, wobei letztere die besten Ergebnisse zeigte. Grundsätzlich ermöglicht fortgesetztes Bewegungstraining die Resultate zu erhalten und eine erneute Zunahme abdominalen Fetts zu verhindern (21).

Der Gesamteffekt war auch gering verglichen mit einer Abnahme des Bauchumfangs um 4,4 cm, die in einer Präventionsstudie mit einer 58-%igen Reduktion der Inzidenz von Diabetes mellitus Typ 2 verbunden war (22). Bei adipösen japanischen Männern verbesserte eine Verringerung des Bauchumfangs von mindestens 3 cm das metabolische Syndrom (23). Ein möglicher Grund für die in diesem Review ermittelte eingeschränkte Effektivität mag darin liegen, dass der Bauchumfang in den meisten Studien eine sekundäre Zielgröße war und nur eine kleine Anzahl von Interventionen primär auf abdominale Adipositas abzielte. Dieses Ergebnis ist ebenfalls ernüchternd im Hinblick auf die dringende Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen für nichtübertragbare Krankheiten, der Hauptursache für Morbidität und Mortalität weltweit (24).

Der Bauchumfang ist ein obligatorischer Teil der Definition des metabolischen Syndroms der International Diabetes Federation (IDF) (13) und die Hauptdeterminante von erhöhtem C-reaktivem Protein bei Patienten mit metabolischem Syndrom (25). Das metabolische Syndrom selbst ist ein Cluster von Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen, mit einer geschätzten Prävalenz von 20–25 % der erwachsenen Weltbevölkerung, einer neu heraufziehenden Epidemie an kardiovaskulären Erkrankungen (13). Die enge Verbindung zwischen metabolischem Syndrom und Diabetes mellitus Typ 2 ist selbstevident, ebenso der weltweite Anstieg von Inzidenz und Prävalenz bei beiden (13). Daher ist die Reduktion des Bauchumfangs, oder noch besser des viszeralen Fettgewebes, eine präventive Maßnahme für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2, weitere nichtübertragbare Krankheiten nicht ausgeschlossen. Die American Heart Association (AHA) kritisiert, dass „die Messung des Bauchumfangs noch nicht ausreichend in die klinischen Praxis aufgenommen wird” obwohl der Bauchumfang „ein einfaches und kostengünstiges Instrument zur Beurteilung der Körperfettverteilung“ ist (26).

Stärken und Limitationen

Dieser Review wurde, mit Ausnahme der Metaanalyse, gemäß einem registrierten Protokoll durchgeführt und, soweit anwendbar, nach den Vorgaben des PRISMA-Statements berichtet.

Aufgrund der beträchtlichen Heterogenität und des Bias-Risikos der eingeschlossenen randomisierten kontrollierten Studien müssen die Ergebnisse mit Vorsicht betrachtet werden. Unterschiede in Bestandteilen und Inhalten, Dauer, Intensität, Abschlussraten und Adhärenz zur Intervention sind neben anderen Ursachen für Heterogenität. Die Präferenz von „complete case“-Analysen über den „intention to treat“-Ansatz kann die Ergebnisse ebenfalls beeinflusst haben.

Schlussfolgerung

Vermutlich gibt es keine andere nachhaltige Maßnahme gegen abdominale Adipositas außer einer dauerhaften Änderung der Gewohnheiten und des Lebensstils, mit der Aussicht auf Prävention der wichtigsten nichtübertragbaren Krankheiten, wie von verschiedenen Autoren vorgeschlagen (2, 27, 28). Da ein Gewichtsverlust nicht unbedingt nötig ist, um abdominales Fett abzubauen (29, 16), sollten neue Strategien, die zudem besser von den Patienten akzeptiert werden, den Zwang des notwendigen Gewichtsverlusts mindern. Besonders diejenigen mit größerer viszeraler Fettansammlung können von jeglicher Intervention profitieren, da das viszerale Fett im Vergleich zu allgemeinem Körperfett bevorzugt abgebaut zu werden scheint (30). Mehr spezifische Erforschung der Behandlung der abdominalen Adipositas wird dringend benötigt.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 17.11. 2017, revidierte Fassung angenommen: 3. 4. 2018

Anschrift für die Verfasser
Dr. biol. hum. Dorothea Kesztyüs, MPH
Institut für Allgemeinmedizin, Universität Ulm
Helmholtzstraße 20, 89081 Ulm
dorothea.kesztyues@uni-ulm.de

Zitierweise
Kesztyüs D, Erhardt J, Schönsteiner D, Kesztyüs T:
Treatment options for abdominal obesity in adults—a meta-analysis and systematic review of randomized controlled trials. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 487–93. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0487

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
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Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
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eGrafik, eKasten, eTabelle:
www.aerzteblatt.de/18m0487 oder über QR-Code

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Institut für Allgemeinmedizin, Universität Ulm: Dr. biol. hum. Dorothea Kesztyüs,
Dr. med. Dorothée Schönsteiner
Beuth Hochschule für Technik, Fernstudieninstitut, Berlin: Julia Erhardt,
Prof. Dr. med. Tibor Kesztyüs
Fakultät Informatik, Hochschule Ulm: Prof. Dr. med. Tibor Kesztyüs
Institut für Medizinische Systembiologie, Universität Ulm: Prof. Dr. med. Tibor Kesztyüs
PRISMA-Flussdiagramm der Studienselektion CCRCT, Cochrane Central Register of Controlled Trials
PRISMA-Flussdiagramm der Studienselektion CCRCT, Cochrane Central Register of Controlled Trials
Grafik 1
PRISMA-Flussdiagramm der Studienselektion CCRCT, Cochrane Central Register of Controlled Trials
Übersicht Bias-Risiko
Übersicht Bias-Risiko
Grafik 2
Übersicht Bias-Risiko
Forest Plot der rohen mittleren Differenz der longitudinalen Änderungen des Bauchumfangs zwischen Interventions- und Kontrollgruppe der eingeschlossenen Studien
Forest Plot der rohen mittleren Differenz der longitudinalen Änderungen des Bauchumfangs zwischen Interventions- und Kontrollgruppe der eingeschlossenen Studien
Grafik 3
Forest Plot der rohen mittleren Differenz der longitudinalen Änderungen des Bauchumfangs zwischen Interventions- und Kontrollgruppe der eingeschlossenen Studien
PICO-Schema
PICO-Schema
Tabelle 1
PICO-Schema
Ein- und Ausschlusskriterien für randomisierte kontrollierte Studien über Therapieoptionen bei abdominaler Adipositas im Erwachsenenalter
Ein- und Ausschlusskriterien für randomisierte kontrollierte Studien über Therapieoptionen bei abdominaler Adipositas im Erwachsenenalter
Tabelle 2
Ein- und Ausschlusskriterien für randomisierte kontrollierte Studien über Therapieoptionen bei abdominaler Adipositas im Erwachsenenalter
Funnel Plot des beobachteten Outcomes in einem „random effects“-Modell
Funnel Plot des beobachteten Outcomes in einem „random effects“-Modell
eGrafik
Funnel Plot des beobachteten Outcomes in einem „random effects“-Modell
Suchstrategie in Medline (Ovid)
Suchstrategie in Medline (Ovid)
eKasten
Suchstrategie in Medline (Ovid)
Hauptcharakteristika der eingeschlossenen Studien
Hauptcharakteristika der eingeschlossenen Studien
eTabelle
Hauptcharakteristika der eingeschlossenen Studien
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