ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2018Risikostrukturausgleich: Gutachter schlagen regionalisierte Zusatzbeiträge vor

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Risikostrukturausgleich: Gutachter schlagen regionalisierte Zusatzbeiträge vor

Maybaum, Thorsten

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Regional differenzierte Zusatzbeiträge der Krankenkassen, ein partieller Ausgleich der Über- und Unterdeckungen – oder ein kombinierter Ansatz aus beidem könnten mittelfristig regionale Verwerfungen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) verringern. Das sind Vorschläge, die der Wissenschaftliche Beirat zur Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs (RSA) beim Bundesversicherungsamt (BVA) in seinem jetzt vorgelegten Sondergutachten unterbreitet. Der Beirat empfiehlt damit mittelfristig ergänzende Regelungen in der bestehenden regionalen Finanzarchitektur der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die regionale Differenzierung der Zusatzbeitragssätze bezeichnen die Gutachter zwar als „Systemwechsel in der Finanzierung der Krankenkassen“. Das Instrument sei aber „grundsätzlich geeignet, einen fairen Wettbewerb in den Regionen zu ermöglichen und die Anreize zu regionaler Risikoselektion zu begrenzen“, heißt es. Für die Umsetzung wären aber „erhebliche konzeptionelle Vorarbeiten anzustellen“. Um schnelle Verbesserungen bei den Zuweisungen an die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds zu erreichen, schlägt der Wissenschaftliche Beirat vor, den RSA „zeitnah um einen weiteren Verfahrensschritt mit einer Auswahl von regionalstatistischen Merkmalen“ zu ergänzen. Diese Variablen sollten regelmäßig überprüft werden. Die Bundesregierung will sich nach der Sommerpause mit der Reform des Morbi-RSA befassen. may

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