ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2018Praxisverwaltungssysteme: Ärzte wehren sich gegen Kassenzugriff

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Praxisverwaltungssysteme: Ärzte wehren sich gegen Kassenzugriff

Dtsch Arztebl 2018; 115(29-30): A-1358

Maybaum, Thorsten

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Die Datenhoheit für die Patientenakte soll bei den Patienten liegen. Foto: momius/stock.adobe.com
Die Datenhoheit für die Patientenakte soll bei den Patienten liegen. Foto: momius/stock.adobe.com

Bei der Ausgestaltung einer elektronischen Patientenakte (ePA) gibt es Überlegungen, dass Krankenkassen einen direkten Zugriff auf die Praxisverwaltungssysteme von Ärzten und Psychotherapeuten erhalten. Aus gut informierten Kreisen hieß es, das Bundesministerium für Gesundheit könne sich Modellen für die ePA nähern, bei denen dezentral auf Patientendaten zugegriffen werden soll. Die Ärzteschaft forderte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) auf, das Vorhaben zu stoppen. Dem direkten Zugriff in die Praxisverwaltungssysteme von außen und dem Auslesen von Behandlungsdaten erteile man eine „klare Absage“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und allen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Man werde „keine Systeme akzeptieren“, die in die Praxissysteme der Ärzte eingreifen. Auch der Zugriff von einem beauftragten Dritten sei nicht hinnehmbar. KBV und KVen signalisierten zugleich die Bereitschaft, standardisierte Behandlungsdaten an eine ePA zu übermitteln. Die Datenhoheit müsse aber bei den Patienten liegen. Datenstandards und Schnittstellen der Praxisverwaltungssysteme müssten von der KBV definiert werden. may

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