ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2018Nordrhein-Westfalen: Landarztquote umfasst auch Pädiater und Internisten

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Nordrhein-Westfalen: Landarztquote umfasst auch Pädiater und Internisten

Dtsch Arztebl 2018; 115(29-30): A-1358

Hillienhof, Arne

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Wer Kinderarzt werden will, soll in Nordrhein-Westfalen die Quotenregelung nutzen können. Foto: picture alliance
Wer Kinderarzt werden will, soll in Nordrhein-Westfalen die Quotenregelung nutzen können. Foto: picture alliance

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat den Entwurf für ihr Landarztgesetz vorgestellt. Die Reform sieht unter anderem vor, dass Bewerber, die über die Landarztquote einen Studienplatz erhalten haben, nach Abschluss des Studiums eine Weiterbildung absolvieren, die „zur Teilnahme an der hausärztlichen Versorgung berechtigt“. Damit soll die Landarztquote nicht nur Fachärzte für Allgemeinmedizin, sondern auch Pädiater und Internisten ohne Schwerpunktbezeichnung umfassen. „In ländlichen Regionen in NRW ist der Mangel unter anderem an Hausärzten bereits heute spürbar“, schreibt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes im Vorspann des Gesetzesentwurfes. Die Sicherstellung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung und damit einhergehend die Bekämpfung des drohenden Ärztemangels – insbesondere auf dem Land – seien große Herausforderungen des Gesundheitssystems. Eine Lösung sieht die NRW-Landesregierung darin, Medizinstudienplätze gezielt an Bewerber zu vergeben, die sich verpflichten, nach ihrer Facharztweiterbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausarzt zu arbeiten. Das Gesetz sieht aber auch drastische Strafen vor. Wer seiner Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 250 000 Euro rechnen. hil

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