ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2018PSA-Screening: Effektive Diagnose
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Eine einmalige Bestimmung reicht sicher nicht. Aber das andere Extrem, dass die PSA von einer renommierten Uniklinik Patienten-Stress-Amplicator sei, kann ich aus persönlicher Erfahrung schwer nachvollziehen. Ich machte regelmäßig meine Krebsvorsorge mit PSA-Bestimmung. 2016 war die PSA noch bei 0,4 ng/ml, stieg 2017 auf 4,1 ng/ml. Dieser Anstieg hat dem urologischen Kollegen „nicht gefallen“, obwohl die Prostata auch sonografisch absolut unauffällig war. Auf seinen Vorschlag hin ließ ich mir eine Zystoskopie und Prostatabiopsien durchführen. Das Ergebnis war für mich zuerst niederschmetternd: Prostata-Ca! Ich entschloss mich innerhalb einer Woche zu einer totalen Prostatektomie. Die pathologisch-anatomische Untersuchung ergab, dass die Lymphknoten nicht befallen waren, auch hatte das Karzinom die Organgrenze noch nicht überschritten, war gewissermaßen noch ein „Carcinoma in situ“. Die OP verlief sehr gut, der Operateur meinte, ich könne nun das Prostata-Ca vergessen. Soweit zur Wertigkeit der PSA.

Dr. med. Peter Pohle, 74336 Brackenheim

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