ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1999In-vitro-Fertilisation und intrazytoplasmatische Spermieninjektion

MEDIZIN: Aktuell

In-vitro-Fertilisation und intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Dtsch Arztebl 1999; 96(45): A-2892 / B-2460 / C-2304

Ludwig, Michael; Diedrich, Klaus

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LNSLNS Gibt es ein Gesundheitsrisiko für die geborenen Kinder?
ZUSAMMENFASSUNG
Die Gesundheit der Kinder, die nach einer künstlichen Befruchtung (IVF) mit und ohne Mikromanipulation der Eizelle (ICSI, intrazytoplasmatische Spermieninjektion) geboren werden, ist der wichtigste Parameter für die Qualität einer Sterilitätsbehandlung. Die in der Literatur vorhandenen Daten zur Gesundheit der nach herkömmlicher IVF-Behandlung sowie der nach ICSI-Behandlung geborenen Kinder werden zusammengefaßt und hinsichtlich ihrer Bedeutung diskutiert. Die bisherige Datenlage läßt vermuten, daß durch diese Behandlungen kein Risiko für die geborenen Kinder besteht. Die Fehlbildungsrate ist nicht erhöht, die nachgeburtliche Entwicklung zeigt keine Auffälligkeiten.
Schlüsselwörter: IVF, ICSI, Kryokonservierung, Fehlbildungsrate
SUMMARY
Children’s Health After In Vitro Fertilization
The health status of children born after either conventional IVF (in vitro fertilization) or IVF/ICSI (intracytoplasmic sperm injection) is the most important quality criterion for assisted reproductive technologies. Data of the world literature are reviewed and discussed in this article. These data demonstrate that neither conventional IVF nor IVF/ICSI has any impact on the malformation rate of these children or on postnatal development.
Key words: IVF, ICSI, cryopreservation, malformation rate


Als 1978 das erste Kind nach einer In-vitro-Fertilisation (IVF) geboren wurde, konnte eine Behandlungsmöglichkeit für viele Paare erschlossen werden, die bisher ungewollt kinderlos geblieben waren (40). Der Verschluß der Eileiter bedeutete nun nicht mehr den Verzicht auf ein genetisch eigenes Kind. Nach größeren Statistiken darf man annehmen, daß nach bis zu vier IVF-Behandlungsversuchen bis zu 60 Prozent aller Paare schwanger werden.
1992 berichten Palermo et al. (29) über die ersten Geburten nach einer Technik, die sie intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) nannten: Es war ihnen gelungen, einzelne Spermien in Eizellen zu injizieren. Weitere Untersuchungen zeigten, daß somit auch in schweren Fällen der männlichen Subfertilität eine Befruchtung von Eizellen und Schwangerschaften erzielt werden konnten (43, 44). Wenige Jahre später konnte auch über die Erfolge dieser Behandlung bei Männern mit einer Azoospermie und Verwendung von Spermien aus Nebenhodenpunktaten (39) beziehungsweise aus Hodenbiopsaten (13) berichtet werden. Die Gewinnung von Spermien aus dem Nebenhoden (MESA, microsurgical epididymal sperm aspiration) und aus Hodenbiopsaten (TESE, testicular sperm extraction) sowie deren Verwendung im Rahmen der ICSI sind mittlerweile weltweit etablierte Maßnahmen. Nach vorsichtigen Schätzungen sind wohl mehr als 100 000 Kinder bereits geboren worden.
Bestehen Risiken für die Kinder?
Schon lange wird die Gesundheit der nach IVF und ICSI geborenen Kindern kritisch hinterfragt. Manche wendeten ein, daß die Erwartungen an das "Phantasiekind" durch die "kalte" Konzeption die "warme" ElternKind-Beziehung beeinflussen könnte, andere befürchteten, daß die Erwartungen an das "Phantasiekind" durch das "reale" geborene Kind nicht erfüllt werden könnten, und so zu Problemen während der frühkindlichen Entwicklung führten (20). Colpin et al. (10) schließlich kritisierten, daß der Arzt als dritter Elternteil einen Störfaktor der Eltern-Kind-Beziehung bilde. Insbesondere fragte man sich, ob nicht vermehrt Fehlbildungen durch diese "unnatürlichen" Maßnahmen provoziert werden könnten.
ICSI schließlich barg nach Auffassung von Kritikern zusätzliche genetische Risiken, wie einer vermehrten Anzahl von Chromosomenaberrationen, Mutationen des Mukoviszidose-Gens (CFTR) und Y-chromosomalen Deletionen bei Männern mit einer Subfertilität. Diese wurden kürzlich in einem Übersichtsreferat dargestellt und kritisch diskutiert (14). Insbesondere möchten wir daher in dieser Arbeit folgenden Fragen nachgehen:
c Welche Daten liegen zur Entwicklung von Kindern vor, die nach einer konventionellen IVF-Behandlung geboren worden sind?
c Hat die Kryokonservierung Auswirkungen auf die Häufigkeit von Auffälligkeiten bei Geburt oder postnataler Entwicklung?
c Wird das Risiko für die Gesundheit der Kinder durch eine ICSI-Behandlung erhöht? !
Postpartale Entwicklung von Kindern nach In-vitro-Fertilisation
Daten hinsichtlich der Fehlbildungsrate von Kindern nach einer IVF-Behandlung wurden in den vergangenen 20 Jahren bisher zahlreich publiziert. Tatsächlich konnte in keiner der Arbeiten ein Unterschied hinsichtlich der Fehlbildungsrate der Kinder nach IVF gezeigt werden.
Qualität der Elternschaft
Entgegen der dargestellten Erwartung einer auffällig negativen Familienstruktur zeigte sich in verschiedenen Publikationen kein Unterschied im Vergleich zu spontan konzipierten Kindern beziehungsweise im Vergleich zu Kindern, die nach einer hormonellen Stimulation geboren worden waren (10, 34). Kentenich und Stauber (21) fanden keinen Unterschied hinsichtlich des Stillverhaltens von IVF-Müttern im Vergleich zu Müttern spontan konzipierter Kinder. Andere Autoren beschrieben durchaus Unterschiede zu spontan konzipierten und geborenen Kindern, diese waren jedoch eher als positiv einzuschätzen: so fanden Weaver et al. (46) eine Tendenz zur vermehrten Sorge um das Kind (overprotection) und Golombok et al. (15) mehr Emotionalität im Umgang mit den Kindern sowie eine vermehrte Beteiligung des Vaters in der Eltern-Kind-Beziehung. An anderer Stelle beschrieben diese Autoren eine qualitativ bessere Elternschaft in IVF-Familien (16). Kürzlich wurden die Verhältnisse in Familien mit Zwillingen nach einer IVF-Behandlung untersucht. In einem sehr kleinen Kollektiv von nur 14 Familien fanden die Autoren ein erhöhtes Streßpotential der Eltern und deuteten dies als Ausdruck der hohen Anforderungen an die Qualität der eigenen Elternschaft. Es konnte jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß diese Unterschiede sich bei Erhöhung des relativ kleinen Kollektivs relativieren, und daß vielleicht andere Faktoren, wie der deutlich höhere Anteil Mehrgebärender im Vergleichskollektiv, die erfahrungsgemäß weniger Streß im Rahmen der Elternschaft zeigen, diesen Unterschied verursacht hatten (11). In einer retrospektiv-prospektiven Untersuchung versuchten Braverman et al. (7) kürzlich Daten hinsichtlich des Schwangerschaftsverlaufs, aber auch hinsichtlich der Elternschaft nach einer IVF-Behandlung zu ermitteln. Es zeigte sich, daß insgesamt die Eltern sowohl die Schwangerschaft als auch die Elternschaft an sich positiv sahen, sie empfanden sich nicht als vermehrt vorsichtig im Umgang mit ihren Kindern und sahen keinen Unterschied, auch hinsichtlich medizinischer oder emotionaler Probleme, im Vergleich zu spontan konzipierten Kindern.
Postpartale Entwicklung der Kinder
Keine der zitierten Studien vermochte für diese Kinder eine auffällige Entwicklung aufzuzeigen (Tabellen 1-3). Verschiedene Autoren wiesen jedoch darauf hin, daß natürlich die Mehrlingsrate und die damit verbundene Frühgeburtenrate die Gesamtmorbidität der Kinder entsprechend beeinträchtigt. Die Reduzierung der Mehrlingsrate ist daher eines der vorrangigen Ziele moderner Sterilitätstherapie und hat auch Eingang in die neu überarbeiteten Richtlinien zur Durchführung der assistierten Reproduktion der Bundes­ärzte­kammer gefunden (48).
Kryokonservierung von Embryonen
In Deutschland dürfen nur imprägnierte Eizellen, keine Zygoten ("Embryonen") kryokonserviert werden. Es bestehen jedoch Erfahrungen aus anderen Ländern. Eine erste Studie zur Gesundheit von 283 Kindern, die nach Kryokonservierung von Embryonen und deren Transfer nach Auftauen geboren worden waren, ergab keinen Unterschied hinsichtlich der Fehlbildungsrate und perinatalen Daten beim Vergleich mit 253 Kindern, die nach dem Transfer nicht kryokonservierter Embryonen geboren worden waren (45).
Sutcliff et al. (41) veröffentlichten Daten von 91 Kindern nach Kryokonservierung von Embryonen mit einem mittleren Alter von etwa zwei Jahren (25,08 ± 12,86 Monate). Die Griffith-Skala, ein Instrument zur Beurteilung der mentalen Entwicklung, zeigte unauffällige Ergebnisse.
Über 84 Kinder mit einem mittleren Alter von 5,2 ± 1,0 Jahren berichteten Salta-Baroux et al. (36). Hier fand sich eine unauffällige Fehlbildungsrate von 4,7 Prozent und auch ansonsten eine unauffällige Datenlage.
89 Kinder im Alter von ein bis neun Jahren schließlich waren Gegenstand einer Untersuchung von Olivennes et al. (28). Auch hier fand sich nach Kryokonservierung im Embryonalstadium kein Unterschied in der altersentsprechenden Entwicklung im Vergleich mit der Normalbevölkerung.
Auch wenn die Datenlage hier nur begrenzt ist, so kann die momentane Aussage nur die sein, daß tatsächlich kein Unterschied hinsichtlich der Fehlbildungsrate und postpartalen Entwicklung nach Kryokonservierung von Embryonen angenommen werden kann.
Intrazytoplasmatische Spermieninjektion
Pränataldiagnostik
Eine Übersicht der Datenlage zur pränatalen Chromosomenanalyse gibt die Tabelle 4. Bis auf drei Studien, die nachfolgend diskutiert werden, entsprechen die Ergebnisse denen spontaner Schwangerschaften. In’t Veld et al. (20) berichteten über eine Häufigkeit chromosomaler Auffälligkeiten bei Schwangerschaften nach ICSI von 33 Prozent - wobei das Kollektiv nur 15 Fälle umfaßte. In’t Veld verfügt als Humangenetiker über kein eigenes Kollektiv von Fällen, sondern referierte über ihm vorliegende Befunde, so daß von einer hohen Selektion ausgegangen werden muß. Dennoch sorgte ein Brief an Lancet für eine erhebliche Verunsicherung hinsichtlich der Sicherheit von ICSI. In ähnlicher Weise sind die Daten von van Opstal et al. (42) zu beurteilen, die über neun chromosomale Auffälligkeiten bei 71 invasiven Pränataldiagnosen berichteten. Tatsächlich handelt es sich auch hier um ein selektiertes Patientenkollektiv und nicht um die Gesamtergebnisse eines einzelnen Zentrums. Wichtig ist ferner die Angabe der Autoren, daß 25 der 71 Pränataluntersuchungen aufgrund des mütterlichen Alters, zwei aufgrund von Auffälligkeiten bei einem pränatalen Ultraschall und zwei aufgrund vorangehender Schwangerschaften mit Kindern mit angeborenen Auffälligkeiten durchgeführt wurden. Es wird nicht näher angegeben, aus welchem Kollektiv die auffälligen Fälle resultierten. Auch Palermo et al. (31) berichten über eine Auffälligkeitsrate von 7,3 Prozent. Allerdings scheint auch hier zuvor eine erhebliche Selektion vorzuliegen. Von insgesamt 1 105 Schwangerschaften wurde nur bei 9,8 Prozent überhaupt eine Pränataldiagnostik durchgeführt.
Die umfangreichsten Informationen zu diesem Diskussionspunkt liegen aus der Brüsseler Arbeitsgruppe um van Steirteghem vor (4). Hier wird über 1 082 pränataldiagnostische Eingriffe berichtet, in 28 Fällen fand sich eine genetische Auffälligkeit. In zehn Fällen handelte es sich um vererbte Auffälligkeiten, die durch die erhöhte Anzahl an Chromosomenanomalien bei einem Männerkollektiv mit verminderter Spermienzahl zu erklären sind. Bei diesen Männern wird vor Durchführung der ICSI schon seit Jahren in Deutschland eine Chromosomenanalyse empfohlen, was kürzlich in den Richtlinien zur Durchführung der assistierten Reproduktion festgeschrieben wurde (vergleiche Kommentar zu Punkt 3.2.13) und somit Bestandteil der ärztlichen Berufsordnung (Wissenschaftlicher Beirat der Bundes­ärzte­kammer, 1998 [Heft 49]) geworden ist. Es soll so möglich sein, diesen Paaren eine ausgewogene genetische Beratung vor Durchführung der ICSI zukommen zu lassen.
Insgesamt ergibt sich aus den Daten von Bonduelle et al. (4) eine Rate von De-novo-Auffälligkeiten in der Größenordnung von 1,7 Prozent, wobei in neun Fällen Gonosomenstörungen, in fünf Fällen autosomale Trisomien und in vier Fällen strukturelle Aberrationen nachgewiesen wurden. Wenn somit die Rate insbesondere gonosomaler Auffälligkeiten marginal erhöht zu sein scheint, so muß man doch bedenken, daß neun von 1 082 Fällen noch immer ein geringer Anteil ist, was jedoch weiterer Überprüfungen bedarf.
Dennoch haben diese Daten berechtigterweise dazu geführt, Paare vor einer ICSI dahingehend zu beraten. Hierzu sollte man zusätzlich bedenken, daß viele dieser beschriebenen Aberrationen nur selten zu Auffälligkeiten bei der Geburt führen und manchmal erst im weiteren Verlauf des Lebens, eventuell zum Zeitpunkt eines Kinderwunsches, bekannt werden. Andererseits sollte es die Entscheidung des betroffenen Paares bleiben, eine ICSI vor diesem Hintergrund durchführen zu lassen. Aus unserer Erfahrung können wir berichten, daß bisher in keinem Fall ein Paar aufgrund dieses Risikos von einer Behandlung Abstand genommen hat. Obwohl wir jedes Paar in dieser Weise aufklären, wird nur in 35 Prozent aller Schwangerschaften von den Paaren eine invasive Pränataldiagnostik gewünscht.
Fehlbildungen
Nach der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion findet sich durchweg eine Fehlbildungsrate von drei bis fünf Prozent (Tabelle 5), was der Rate großer internationaler Fehlbildungsregister entspricht. Man sollte somit annehmen dürfen, daß die Fehlbildungsrate bei Geburt nach ICSI nicht erhöht ist. Dies wird jedoch von verschiedenen Kritikern angezweifelt. Grund ist unter anderem eine Publikation, in der die australischen Autoren Kurinczuk und Bower (22) Daten der Brüsseler Arbeitsgruppe einer Nachuntersuchung unterzogen. Sie bedienten sich des australischen Fehlbildungskatalogs und fanden so eine Fehlbildungsrate von über sieben Prozent, da die Brüsseler Arbeitsgruppe sich eines eigenen, nicht anerkannten Fehlbildungsscores bedient hatte, der lediglich nach "größeren" und "kleineren" Fehlbildungen unterscheidet. Dabei ist das Kriterium für eine "größere" Fehlbildung die körperliche Beeinträchtigung des Kindes oder eine notwendige Operation. Diese Rate von über sieben Prozent stellten die Australier den Ergebnissen der eigenen Perinatalstatistik mit über 100 000 geborenen Kindern gegenüber und fanden hier mit zwei bis drei Prozent eine signifikant niedrigere Fehlbildungsrate und schlossen, daß nach ICSI die Fehlbildungsrate erhöht ist. Problematisch bei dieser Aussage ist aber, daß die verglichenen Fehlbildungsraten auf unterschiedlichen Erhebungskriterien beruhen. Bei den Brüsseler Daten handelt es sich um prospektiv und standardisiert erhobene Daten unter Einbeziehung apparativer Verfahren durch eine Gruppe geschulter Humangenetiker, bei den Daten der australischen Perinatalstatistik um eine nicht standardisierte passive Erhebung. Diese Kritik an dem Verfahren wird durch Daten anderer Gruppen belegt, die schon seit mehreren Jahren Kinder nach spontaner Konzeption in ähnlicher Weise standardisiert untersuchen, wie die Brüsseler Arbeitsgruppe es tut. Queißer-Luft und Spranger (32) zum Beispiel publizierten Daten von 20 248 Kindern aus der Mainzer Region, die im sogenannten Mainzer Modell - einem prospektiven, standardisierten Fehlbildungsregister - erfaßt wurden. Auch hier liegt die Fehlbildungsrate bei 7,3 Prozent. Wäre durch die Brüsseler Arbeitsgruppe eine Vergleichsgruppe mituntersucht worden, hätte sich die Beobachtung von Kurinczuk und Bower (22) wohl vermeiden lassen.
Um verläßliche Daten hinsichtlich der Fehlbildungsrate nach ICSI erheben zu können, bedarf es also einer prospektiven, kontrollierten Studie, die eine standardisierte Untersuchung der Kinder sowie eine standardisierte Verschlüsselung der Fehlbildungen umfaßt; die Kontrollgruppe muß aus Kindern bestehen, die nach spontaner Konzeption in demselben Zeitraum geboren werden. Eine solche Studie wurde im August 1998 als bundesweite Multicenterstudie begonnen und wird Anfang 2001 die Frage nach der Fehlbildungsrate verläßlich beantworten können. Fraglich ist, wie bis dahin das Fehlbildungsrisiko nach ICSI bewertet werden soll. Es existiert bisher keine Studie, die methodisch einwandfrei ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko nach ICSI gezeigt hat (Tabelle 6). Demgegenüber steht eine Reihe von Studien, die tatsächlich kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko bei etwa 12 000 geborenen Kindern beschreibt. Die überarbeiteten Richtlinien zur Durchführung der assistierten Reproduktion der Bundes­ärzte­kammer zumindest kommen klar zu dem Schluß, daß "eine Indikation zur ICSI . . . dann gegeben (ist), wenn bei schwerer männlicher Infertilität oder aufgrund anderer Gegebenheiten . . . die Herbeiführung einer Schwangerschaft höchst unwahrscheinlich ist".
Postnatale Entwicklung
Bowen et al. (5) publizierten Daten von 89 Kindern nach ICSI, 84 Kindern nach IVF und 80 Kindern nach spontaner Konzeption. Ziel der Studie war die Untersuchung der Entwicklung im Alter von durchschnittlich 13 Monaten. Die Autoren bedienten sich des Bayley-Score und betrachteten neben dem mental developmental index (MDI), der die mentale Entwicklung widerspiegeln soll, auch den physical developmental index (PDI). Letzterer zeigte in keinem Punkt signifikante Unterschiede zwischen den drei Gruppen, während der MDI im Kollektiv der nach ICSI geborenen Jungen signifikant niedriger lag als in beiden Vergleichsgruppen. In derselben Ausgabe des Lancet berichteten Bonduelle et al. (2) über Daten von 201 Kindern nach ICSI und 131 Kindern nach IVF im Alter von 22 bis 26 Monaten. Unter Verwendung der gleichen Untersuchungsmethode findet sich kein Unterschied des MDI zwischen ICSI- und IVF-Kollektiv. Gegenüber dem Standardkollektiv liegen diese Kinder eher stets ein bis drei Monate weiter, als es ihr Alter erwarten ließe. Dies gilt für Mädchen ebenso wie für Jungen.
Bei der kritischen Bewertung dieser diskrepanten Aussagen ist zu bedenken, daß die Kinder in der Studie von Bowen et al. (5) jünger sind als die in der Erhebung von Bonduelle et al. (2). Das Kollektiv in der zweiten Studie ist mehr als doppelt so groß, die Aussagekraft der letzteren Daten dürfte, da dieselbe Untersuchungsmethode verwendet wurde, daher eher besser sein. Eine nähere Betrachtung des sozialen Hintergrundes der Kinder nach ICSI in der Publikation von Bowen et al. (5) zeigt zudem, daß erhebliche Unterschiede insbesondere hinsichtlich des Ausbildungsstandes und des Ausländeranteiles der Eltern des ICSI-Kollektivs gegenüber den anderen beiden Kollektiven bestehen.
Interessant ist vor diesem Hintergrund auch die Tatsache, daß sich der Leiter der Arbeitsgruppe von Bowen et al. (2), der australische Professor Saunders, an anderer Stelle aufgrund ähnlicher Argumente von den eigenen Ergebnissen eher distanziert hat (37).
Selbst wenn man diese Daten weniger vorsichtig interpretiert, kann als Schlußfolgerung für die Praxis lediglich resultieren, daß die Sammlung weiterer Daten zur Entwicklung der Kinder nach ICSI notwendig ist.
Zusammenfassende Betrachtung
Die IVF- und ICSI-Behandlung wird hinsichtlich der Frage der Gesundheit der daraus entstandenen Kinder schon seit mehreren Jahren kritisch untersucht. Weder die konventionelle IVF-Behandlung noch die Kryokonservierung zeigten ein erhöhtes Risiko der geborenen Kinder hinsichtlich auffälliger Familienstrukturen, Fehlbildungen oder Auffälligkeiten in der weiteren postpartalen Entwicklung.
Die Datenlage zur ICSI ist insofern noch nicht abschließend geklärt, als hier durch Fehler in der Konzeption von Studien keine letzte Klarheit hinsichtlich der Sicherheit dieser Behandlung besteht. Zumindest genügt die Datenlage nicht den Anforderungen einer evidence based medicine. Beweise für ein erhöhtes Risiko der Kinder hinsichtlich Fehlbildungen bei Geburt oder eine auffällige postpartale Entwicklung lassen sich bei kritischer Auseinandersetzung mit den verfügbaren Daten nicht finden. Die Auffassung deutscher Reproduktionsmediziner stimmt mit der internationalen Meinung überein: ICSI gehört zu den etablierten Methoden der assistierten Reproduktion, ist die einzige wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeit bei schwerer männlicher Subfertilität und ist offensichtlich nicht mit einem erhöhten Risiko für die geborenen Kinder assoziiert. Dennoch sind wegen der hohen Bedeutung sowohl in Deutschland als auch international weiterhin Studien nötig, die die Unbedenklichkeit von ICSI weiter untermauern sollen.


Zitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 1999; 96: A-2892-2901
[Heft 45]
Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über die Internetseiten (unter http://www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.


Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Klaus Diedrich
Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Medizinische Universität zu Lübeck
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck

Tabelle 1
Postpartale Entwicklung von Kindern nach IVF, Alter von 9 bis 14 Monaten
Literatur Zahl Alter (Monate) Test/Untersuchungsziel Ergebnis
Yovich et al. (1986)*1 20 12 Griffith-Skala teilweise bessere und schnellere
Entwicklung
Raoul-Duval et al. (1990)*2 37 9 psycho-motorische Entwicklung unauffällig
Rufat et al. (1994)*1 1411 ~ 12 physische Entwicklung unauffällig (aber Effekt der
Erkrankungen höheren Frühgeburtlichkeit!)
Fehlbildungen
Bowen et al. (1998)*2 84 13 Bayley-Skala unauffällig
Fehlbildungen
Gezeigt sind die Zahl der untersuchten Kinder, deren durchschnittliches Alter, die angewendeten Testverfahren und die Studienergebnisse. Keine Untersuchung konnte eine auffällige Entwicklung nachweisen. Es fiel lediglich die erhöhte Frühgeburtlichkeit, zurückzuführen auf den höheren Mehrlingsanteil in der Studienpopulation, auf. Gesondert gekennzeichnet sind nicht kontrollierte Studien(*1) und kontrollierte Studien*2.

Tabelle 2
Postpartale Entwicklung von Kindern nach IVF, Alter von 1 bis 7 Jahren
Literatur Zahl Alter (Monate) Test Design Ergebnis
Mushin et al. (1986) 33 12-37 Bayley-Skala nicht kontrolliert unauffällig
Morin et al. (1989) 83 13-30 Bayley-Skala kontrolliert unauffällig (bessere Werte bei geistiger und
psychomotorischer
Entwicklung)
De Vos und Alberda (1991) 173 12-43 - nicht kontrolliert unauffällig
Brandes et al. (1992) 85 12-30 Bayley-Skala kontrolliert, blind, unauffällig
Matching
Brandes et al. (1992) 31 30-45 Standfort-Binet kontrolliert, blind, unauffällig
Intelligence Scale Matching
Ron-El et al. (1994) 30 > 28 General Cognitive kontrolliert, blind unauffällig
Index
Saunders et al. (1996) 314 22,5-25,5 physische Entwicklung kontrolliert unauffällig
Cederblad et al. (1996) 99 33-85 Griffith-Skala kontrolliert unauffällig
Achenbach Child
Behavious Checklist
Bonduelle et al. (1998) 131 22-26 Bayley-Skala kontrolliert unauffällig
Angegeben sind die Zahl der untersuchten Kinder, die Altersspanne, das Studiendesign und das Studienergebnis. Die meisten Studien bedienten sich eines Meßinstruments zur Beurteilung der mentalen Entwicklung (Bayley-, Standford-Bindet- und Griffith-Skala) und waren zumindest kontrolliert, bei zwei Untersuchungen konnten eindeutige Matching-Kriterien herausgestellt werden. Hier war dem Untersucher nicht bekannt, ob das Kind aus der IVF- oder der Kontrollpopulation stammte. Es ergaben sich keinerlei Hinweise auf eine auffällige mentale Entwicklung.

Tabelle 3
Schulische Leistung von Kindern von IVF, Alter 6 bis 13 Jahre
Anzahl prozentua ler Anteil
Begabt 8 2,2
> 1 Jahr voraus 24 6,5
< 1 Jahr voraus 180 48,6
Durchschnittlich 129 34,9
< 1 Jahr zurück 14 3,8
> 1 Jahr zurück 14 3,8
Sonderschule 1 0,2
Ergebnisse der Untersuchung von 370 Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren hinsichtlich ihrer schulischen Leistungen in Relation zu der erwarteten Leistung einer entsprechenden Altersgruppe (nach: Olivennes et al., 1997 [27]). Mehr als 90 Prozent der Kinder waren entweder als durchschnittlich begabt einzustufen oder ihren gleichaltrigen Schulkameraden hinsichtlich ihrer schulischen Leistung voraus. Ein Kind besuchte eine Sonderschule aufgrund einer mentalen Retardierung bei Down-Syndrom.

Tabelle 4
Chromosomale Auffälligkeiten nach ICSI
Literatur Zahl prozentualer
Anteil
In’t Veld et al. (1995) de novo 5/15 33,3
vererbt 0/15 ICSI Task Force (1996) - 8/361 2,2
Testart et al. (1995) de novo 0/108 vererbt 5/7 71,4
Van Optal et al. (1997) de novo 9/71 12,7
Bonduelle et al. (1998) de novo 2/70 2,9
Meschede et al. (1998) vererbt 3/18 16,7
Bonduelle et al. (1998) de novo 18/1082 1,7
vererbt 10/1082 0,9
Ludwig et al. (1999 [51]) de novo 0/74 vererbt 2/4 50
ICSI Task Force (1998) - 15/666 2,3
Palermo et al. (1998) - 11/150 7,3
Daten zur Häufigkeit chromosomaler Auffälligkeiten bei invasiven pränataldiagnostischen Eingriffen in Schwangerschaften nach ICSI. Angegeben ist jeweils - soweit bekannt - die Häufigkeit für neuaufgetretene (de novo) Auffälligkeiten und für vererbte Auffälligkeiten. Die Häufigkeit der De-novo-Auffälligkeiten liegt zumeist im Rahmen dessen, was auch für spontane Schwangerschaften zu erwarten ist. Die hohen Häufigkeiten von In’t Veld et al. (1995), Van Opstal et al. (1997) und Palermo et al. (1998) sind auf eine Selektion des Schwangerenkollektivs zurückzuführen.

Tabelle 5
Häufigkeit schwerer Fehlbildungen nach ICSI
Literatur Anzahl schwerer Fehlbildungen
bezogen auf geborene Kinder
Bonduelle et al. (1995 [53]) 6/273 (2,2%)
Bonduelle et al. (1995 [54]) 23/848 (2,7%)
Govaerts et al. (1995) 3/76 (3,9%)
Palermo et al. (1996) 9/578 (1,6%)
Bonduelle et al. (1996) 23/877 (2,6%)
Wennerholm et al. (1996) 2/210 (1,0%)
ISCI Task Force 1994 (Bonduelle et al., 1995 [54]) 18/763 (2,3%)
ICSI Task Force 1995 (Ludwig et al., 1996) 127/6692 (1,9%)
D.I.R. (1996) 18/662 (2,7%)
Govaerts et al. (1998) 4/143 (2,8%)
Bowen et al. (1998) 4/89 (4,5%)
Bonduelle et al. (1998 a) 4/164 (2,4%)
Bonduelle et al. (1998 b) 57/1987 (2,9%)
Danish Fertility Society, Loft et al. (1998) 16/730 (2,2%)
Palermo et al. (1998) 23/1131 (2,0%)
Ludwig et al. (1999 [50]) 9/267 (3,4%)
Häufigkeiten schwerer Fehlbildungen (major malformations) bei Geburt von Kindern nach ICSI. Die Fehlbildungsraten liegen durchweg bei zwei bis fünf Prozent. Dies entspricht der Häufigkeit, die auch nach spontaner Konzeption zu erwarten wäre. Eingeschlossen sind über 12 000 Kinder aus länderspezifischen Studien (Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Schweden, USA) und aus den weltweiten Statistiken der ESHRE Task Force on ICSI (European Society of Human Reproduction and Embryology).


1.Bonduelle M, Aytoz A, Wilikens A et al.: Prospective follow-up study of 1987 children born after intracytoplasmic sperm injection (ICSI). In: Filicori M, Falmigni C, eds: Treatment of infertility: the new frontiers. Communications Media for Education, Inc New Jersey. 1998; 446-460.
2.Bonduelle M, Joris H, Hofmans K et al.: Mental development of 201 ICSI children at 2 years of age. Lancet 1998; 351: 1553.
3.Bonduelle M, Legein J, Buysse A et al.: Prospective follow-up study of 423 children born after intracytoplasmic sperm injection. Hum Reprod 1996; 11: 1558-1564.
4.Bonduelle M, Wilikens A, Buysse A et al.: A follow-up study of children born after intracytoplasmic sperm injection (ICSI) with epididymal and testicular spermatozoa and after replacement of cryopreserved embryos obtained after ICSI. Hum Reprod 1998; 13 (Suppl. I): 196-207.
5.Bowen JR, Gibson FL, Leslie GI, Saunders DM: Medical and developmental outcome at 1 year for children conceived by intracytoplasmic sperm injection. Lancet 1998; 351: 1529-1534.
6.Brandes JM, Scher A, Itzkovits J et al.: Growth and development of children conceived by in vitro fertilization. Pediatrics 1992; 90: 424-429.
7.Braverman AM, Boxer AS, Corson SL et al.: Characteristics and attitudes of parents of children born with the use of assisted reproductive technology. Fertil Steril 1998; 70: 860-865.
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21.Kentenich H, Stauber M: Schwangerschaft, Geburt und Partnerschaft in einer Familie mit "Retortenbaby". Psychother Psychosom med Psychol 1992; 42: 228-235.
22.Kurinczuk JJ, Bower C: Birth defects in infants conceived by intracytoplasmic sperm injection: an alternative interpretation. Br Med J 1997; 315: 1260-1266.
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