ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2018Studie: Wann Selbstzweifel auf die Leistung schlagen

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Studie: Wann Selbstzweifel auf die Leistung schlagen

SG

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Wer glaubt, seinen Erfolg nicht verdient zu haben und von anderen überschätzt zu werden, leidet mitunter am sogenannten Hochstapler-Syndrom. Kommt noch negatives Feedback hinzu, kann das die Arbeitsleistung verschlechtern, insbesondere von Männern. Das zumindest haben Forscherinnen in einer aktuellen Studie herausgefunden.

Foto: freshidea / stock.adobe.com
Foto: freshidea / stock.adobe.com

Das Team um Prof. Dr. Brooke Gazdag von der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und Rebecca L. Badaway vom Department of Management der Youngstown State University in den USA untersuchte, wie sich das Hochstapler-Syndrom auf Arbeitsleistung und Arbeitsergebnis auswirkt. Zunächst haben sie in einem Onlinefragebogen nach Betroffenen gesucht. Dafür stellten sie Fragen wie „Ich erledige eine Aufgabe selten so gut, wie ich es eigentlich möchte“ oder „Manchmal habe ich Angst, dass andere bemerken, wie viel mir an Wissen und Fähigkeiten fehlt.“ In einem zweiten Fragebogen mussten die Teilnehmer Aufgaben erledigen und bekamen zwischendurch negatives Feedback, unabhängig von ihrer tatsächlichen Leistung.

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Wichtigste Ergebnisse: Männer mit Hochstapler-Syndrom arbeiteten in der Regel schlechter, sobald sie negative Rückmeldungen erhielten und sich für ihr Ergebnis gegenüber Autoritäten verantworten mussten. Ganz anders die Frauen: Sie zeigten keine Leistungseinbrüche und gaben sich sogar mehr Mühe, wenn sie wussten, dass ihr Ergebnis noch von jemandem angesehen wurde oder sie eine schlechte Rückmeldung erhielten.

„Das Ergebnis entspricht den Annahmen der Gendertheorie, wonach Männer sehr an Kompetenzen und Leistung orientiert arbeiten, während Frauen eher beziehungsorientiert sind“, erläuterte Gazdag. „Es passt zum weiblichen Stereotyp und es ist einleuchtend, dass sich Frauen mehr anstrengen, wenn sie wissen, dass ein anderer auf ihr Ergebnis sieht.“ Die Untersuchung wurde im Fachmagazin „Personality and Individual Differences“ veröffentlicht (doi: 10.1016/j.paid.2018.04.044). sg

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