ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2018Darm­krebs­früh­erken­nung: Versicherte werden künftig eingeladen

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Darm­krebs­früh­erken­nung: Versicherte werden künftig eingeladen

Dtsch Arztebl 2018; 115(31-32): A-1413 / B-1191 / C-1183

Beerheide, Rebecca; EB

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Männer haben künftig bereits ab 50 und nicht wie bisher ab 55 Jahren einen Anspruch auf eine Koloskopie. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) entschieden. Grund sei, dass sie ein höheres Risiko als Frauen haben, an Darmkrebs zu erkranken. Bei Frauen bleibt die Altersgrenze von 55 Jahren bestehen. Zudem erhalten anspruchsberechtigte Versicherte künftig regelmäßig eine Einladung zur Darm­krebs­früh­erken­nung. Geplant ist, dass die Krankenkassen ihre Versicherten im Alter von 50, 55, 60 und 65 Jahren anschreiben und zur Untersuchung einladen. Zusätzlich gibt es eine einheitliche Patienteninformation mit Hinweisen zu Organisation, Ablauf, Nutzen und Risiken der Untersuchung. Die ersten Einladungen sollen voraussichtlich ab dem 1. Juli 2019 verschickt werden, hieß es von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Ob auch erst ab dann bei der Koloskopie die neue Altersgrenze für Männer gilt oder schon früher, sei noch offen, teilte die KBV weiter mit. Dasselbe gelte für die Versicherteninformation. Das Bundesministerium für Gesundheit muss den Beschluss noch prüfen. Ärzte und Krankenkassen müssen sich zudem noch über die Vergütung einigen. Der Unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken, kündigte an, er wolle darauf drängen, dass alle technischen Fragen zügig geregelt werden. Die Patientenvertretung im G-BA bedauerte, dass es keine größere Absenkung des Anspruchsalters auf die Früherkennung gegeben hat. bee/EB

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