ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2018Bundestag: Fünf Parteien für Debatte zu vorgeburtlichen Bluttests

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Bundestag: Fünf Parteien für Debatte zu vorgeburtlichen Bluttests

KNA; Maybaum, Thorsten

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Bei Pränataltests gehen die Meinungen auch unter den Parlamentariern auseinander. Foto: dpa
Bei Pränataltests gehen die Meinungen auch unter den Parlamentariern auseinander. Foto: dpa

Zehn Bundestagsabgeordnete aus fünf Parteien wollen eine Ethikdebatte über Bluttests bei Schwangeren zur Erkennung von Behinderungen bei Embryonen anstoßen. Die Vertreter von CDU/CSU, SPD, FDP, Linken und Grünen fordern in einem interfraktionellen Positionspapier, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, eine Bundestagsdiskussion über Risiken und Nutzen dieser Diagnostik. „Die ethischen und gesetzgeberischen Fragestellungen, die sich mit der Zulassung solcher Verfahren ergeben, müssen mit der gebotenen Ernsthaftigkeit diskutiert werden“, heißt es in dem Papier. Hintergrund ist, dass der Gemeinsame Bundesausschuss im Herbst 2016 ein Bewertungsverfahren eingeleitet hat, in dem geprüft wird, ob nichtinvasive Pränataltests eine Regelleistung der Krankenkassen bei Risikoschwangerschaften werden. Der Vorsitzende Josef Hecken hatte damals dazu erklärt, der G-BA habe den Auftrag, wissenschaftlich-technisch zu überprüfen, ob mit dem neuen Verfahren bestimmte Gen-defekte zuverlässig erkannt werden könnten. Es sei aber Aufgabe des Gesetzgebers, eine ethisch-politische Diskussion über das Verfahren zu führen. kna/may

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