ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2018Bundestag: Fünf Parteien für Debatte zu vorgeburtlichen Bluttests

AKTUELL

Bundestag: Fünf Parteien für Debatte zu vorgeburtlichen Bluttests

Dtsch Arztebl 2018; 115(31-32): A-1412 / B-1190 / C-1182

KNA; Maybaum, Thorsten

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Bei Pränataltests gehen die Meinungen auch unter den Parlamentariern auseinander. Foto: dpa
Bei Pränataltests gehen die Meinungen auch unter den Parlamentariern auseinander. Foto: dpa

Zehn Bundestagsabgeordnete aus fünf Parteien wollen eine Ethikdebatte über Bluttests bei Schwangeren zur Erkennung von Behinderungen bei Embryonen anstoßen. Die Vertreter von CDU/CSU, SPD, FDP, Linken und Grünen fordern in einem interfraktionellen Positionspapier, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, eine Bundestagsdiskussion über Risiken und Nutzen dieser Diagnostik. „Die ethischen und gesetzgeberischen Fragestellungen, die sich mit der Zulassung solcher Verfahren ergeben, müssen mit der gebotenen Ernsthaftigkeit diskutiert werden“, heißt es in dem Papier. Hintergrund ist, dass der Gemeinsame Bundes­aus­schuss im Herbst 2016 ein Bewertungsverfahren eingeleitet hat, in dem geprüft wird, ob nichtinvasive Pränataltests eine Regelleistung der Krankenkassen bei Risikoschwangerschaften werden. Der Vorsitzende Josef Hecken hatte damals dazu erklärt, der G-BA habe den Auftrag, wissenschaftlich-technisch zu überprüfen, ob mit dem neuen Verfahren bestimmte Gen-defekte zuverlässig erkannt werden könnten. Es sei aber Aufgabe des Gesetzgebers, eine ethisch-politische Diskussion über das Verfahren zu führen. kna/may

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema