ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2018Vergütung: Striktes Reglement
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... Die wirtschaftlichen Voraussetzungen zur Erbringung schlafmedizinischer Leistungen in Deutschland entsprechen keineswegs den Voraussetzungen für eine adäquate flächendeckende schlafmedizinische Versorgung der betroffenen Patientinnen und Patienten. Insbesondere sind im ambulanten Bereich schlafmedizinische Leistungen kaum kostendeckend zu erbringen. Auch die Auswirkungen der Budgetierung sind dabei zu berücksichtigen. Bereits jetzt unterliegen die stationär erbrachten schlafmedizinischen Leistungen einem strikten Reglement, das für die Leistungserbringer kaum noch nachvollziehbar ist und zum Teil durch mangelnde Sachkenntnis bis hin zur Willkür seitens der Kostenträger geprägt ist. Die Ausschreibungen für Hilfsmittel sind in eine Preisdumpingspirale geraten, die bereits zur Intervention durch das Bundesversicherungsamt geführt hat.

... Die im stationären Bereich zur Verfügung stehende Logistik und umfassende medizinisch-technische, pflegerische und ärztliche Kompetenz unterscheidet sich deutlich von den im ambulanten Bereich bestehenden Möglichkeiten.

Das bedeutet nicht, dass jeder Patient, der eine poly(somno)grafische Untersuchung benötigt, stationär aufgenommen werden muss, das bedeutet aber, dass

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komplexe schlafmedizinische Fragestellungen unzweifelhaft der stationären Voraussetzungen bedürfen. Bereits heute werden die meisten Untersuchungen ambulant durchgeführt. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin würde es begrüßen, wenn bundesweit für die Auftragsleistung Polygrafie/Polysomnografie einheitliche kostendeckende Vergütungsstrukturen entwickelt würden, die sowohl ambulant als auch stationär gelten, wenn gleichzeitig auch die vom individuellen Krankheitsschweregrad abhängigen zusätzlichen Leistungen, die zum Teil auch weiterhin stationär erbracht werden müssen, angemessen vergütet werden. ...

Dr. med. Alfred Wiater, 34613 Schwalmstadt-Treysa

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