ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2018Psychotherapiebedarf: Besser Praxissitze teilen
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Dankbar las ich den Beitrag von Herrn Schulz, der erstmalig in dieser Zeitschrift einen real existierenden Zusammenhang aufweist, den die Psychotherapeuten/-innen und die Redakteur/-innen ihrer Veröffentlichungsforen gerne übersehen: Behandlungsplätze werden genommen, weil Praxissitze nicht geteilt werden. Überall will auch diese Berufsgruppe Zusammenhänge so darstellen und verkaufen, die einen wesentlichen Wirkfaktor auf das Netz der Wirkungen vertuschen: das irrationale Streben nach nicht notwendigem Mehrbesitz (hier: den ganzer Praxissitz behalten, obwohl die Hälfte nur in Anspruch genommen wird). Ganz selbstverständlich wird dabei in Kauf genommen, dass hierdurch ein immenser Schaden für die Patienten/-innen entsteht, zu deren Hilfe gerade diese Berufsgruppe sich verpflichtet hat. Und sie ist es noch, die sich den Anspruch der Selbstreflexion auf die Fahne schreibt.

Doch an dieser Stelle verzichtet sie großzügig auf Selbstkritik.

Dr. phil. Uwe-Christian Dech, 35390 Gießen

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