ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2018QM-Ratgeber: Arbeiten im Team

MANAGEMENT

QM-Ratgeber: Arbeiten im Team

Dtsch Arztebl 2018; 115(33-34): A-1500 / B-1262 / C-1254

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Teamarbeit ist in der Gesundheitsversorgung Alltag: Ob angestellt oder selbstständig, in Vollzeit oder Teilzeit: Ärzte, Psychotherapeuten, Medizinische Fachangestellte, Pflegende, Therapeuten, weitere Berufsgruppen und nicht zuletzt auch Auszubildende arbeiten in Krankenhäusern, Praxen, MVZ und anderen Gesundheitseinrichtungen gemeinsam an einem Ziel – einer qualitativ hochwertigen und sicheren Patientenversorgung.

Den Rahmen bildet die gelungene, auf die Unternehmensspezifika ausgerichtete Zusammensetzung des Teams, die Auswahl der richtigen Mitarbeiter, ihre Einarbeitung und Fortbildung sowie ihr Einsatz am richtigen Platz. Darin liegt eine Herausforderung, aber auch der Erfolg:

  • wenn Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten klar definiert sind,
  • wenn jeder seine Rolle und seine Aufgaben zuverlässig wahrnimmt,
  • wenn alle Teammitglieder die gemeinsamen Ziele und Aufgaben, insbesondere das Wohl der Patienten vor Augen haben.

In der Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses werden Kommunikation und Kooperation sowie Führung und Verantwortung als grundlegende Elemente definiert. Unter anderem wird vorgegeben, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten zu regeln, Teambesprechungen und Mitarbeiterbefragungen durchzuführen.

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Ausgangspunkt für erfolgreiches Arbeiten im Team ist die Grundhaltung der Leitung, die mit ihrer Überzeugung und Vorbildfunktion eine teamorientierte Unternehmenskultur gestaltet und trägt. Eine gute Kommunikation, ein strukturierter Austausch mit regelmäßigen Teambesprechungen und auch Mitarbeitergesprächen sowie Offenheit für Vorschläge und konstruktive Kritik fördern die reibungslose Zusammenarbeit, die Leistungsfähigkeit des Einzelnen und auch den Zusammenhalt des Teams.

Qualitätsmanagementverfahren für den ambulanten Bereich, wie QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen oder KPQM geben Anregungen und bieten Mustervorlagen, zum Beispiel für Organigramme, Verantwortlichkeits-, Ausbildungs- und Einarbeitungspläne, Teambesprechungen sowie Mitarbeiterbefragungen. Arbeitshilfen zur Kommunikation und ein Positionspapier finden sich auf der Webseite der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (www.gqmg.de).

Um die eigene Organisation weiter zu entwickeln, Impulse für Veränderungen zu erhalten und den Teamgedanken zu stärken, sollten Sie sich drei Fragen stellen: Wie müssen wir uns organisieren, damit

  • unsere Patienten im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen und von ausreichenden und gut qualifizierten Mitarbeitern versorgt werden?
  • festgelegte Funktionen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu reibungslosen und sicheren Abläufen führen und Missverständnisse vermieden werden – also alle Mitarbeiter genau das tun, was ihre Aufgabe ist?
  • die Leitung ihre Verantwortung wahrnehmen kann und strategische Planungen als Grundlage für die zukünftige Ausrichtung nutzt?

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