ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2018AU-Bescheinigung: Krankmeldung per Mausklick
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Die elektronische Übermittlung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen soll den Krank - meldungsprozess beschleunigen und vereinfachen.
Die elektronische Übermittlung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen soll den Krank - meldungsprozess beschleunigen und vereinfachen.

Die Techniker Krankenkasse (TK) baut ihr Pilotprojekt zur elektronischen Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) weiter aus: Konnten teilnehmende Ärzte bislang AU-Bescheinigungen von TK-Versicherten per Mausklick direkt an die TK übermitteln, erhalten künftig auch teilnehmende Arbeitgeber den gelben Schein auf elektronischem Weg. Zudem können seit Juni auch Ärzte aus Nordrhein-Westfalen (NRW) am eAU-Projekt teilnehmen.

Die Idee hinter dem Projekt ist es, den Krankmeldungsprozess zu beschleunigen und zu vereinfachen. Das geschieht in drei Schritten: Zunächst stimmt der Patient in der Arztpraxis der elektronischen Übermittlung der Krankmeldung zu, anschließend schickt die Praxis die eAU direkt aus der Praxissoftware heraus an die TK. Diese wiederum übermittelt die digitale Krankmeldung dann elektronisch an den teilnehmenden Arbeitgeber.

Die Mitarbeiter brauchen sich dann nur noch mündlich bei ihrem Arbeitgeber krankzumelden. Der Datenaustausch zwischen Arbeitgebern und TK erfolgt über eine gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung per KV-Connect oder über den SafeMail-Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein.

„Als erste Arbeitgeber sind die TK und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) angebunden“, erklärte TK-Vizevorstand Thomas Ballast. Damit könnten rund 9 500 Mitarbeiter von der Lösung profitieren, 6 100 allein bei der TK. Voraussetzung sei, dass auch der zuständige Arzt bei dem elektronischen Verfahren mitmache. Derzeit beteiligen sich nach Angaben der TK 510 Ärzte, überwiegend aus Schleswig-Holstein, Hamburg und NRW, an dem Projekt. Mehr als 38 000 Bescheinigungen wurden bislang in der TK auf diesem Weg verarbeitet.

Künftig will die Krankenkasse auch den Versicherten ihren Durchschlag der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch zur Verfügung stellen und damit den gesamten Prozess der Krankschreibung für die Krankenkasse, den Arbeitgeber und den Versicherten durchgängig digitalisieren.

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