ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2018Arzneimittelverordnungen: Hausärzte setzen neue Präparate ein

AKTUELL

Arzneimittelverordnungen: Hausärzte setzen neue Präparate ein

Dtsch Arztebl 2018; 115(33-34): A-1458

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
156 von 171 neuen Wirkstoffen wurden 2016 von Hausärzten verschrieben. Foto: mauritius images
156 von 171 neuen Wirkstoffen wurden 2016 von Hausärzten verschrieben. Foto: mauritius images

Hausärzte setzen bei der Medikation ihrer Patienten auf neue Wirkstoffe. Das zeigt eine Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Laut Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz muss der Gemeinsame Bundes­aus­schuss für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen spätestens sechs Monate nach Markteintritt über einen Zusatznutzen entscheiden. Im Studienzeitraum 2011 bis 2016 waren laut Zi 171 für den ambulanten Bereich relevante Wirkstoffe in der frühen Nutzenbewertung. Die Wissenschaftler des Zi ermittelten nun, dass 2016 mehr als 90 Prozent der hausärztlich tätigen Vertragsärzte mindestens fünfmal einen der neu verfügbaren Wirkstoffe verschrieben. Dabei ist die Palette der verordneten Wirkstoffe mit 156 dieser 171 breit. Dies ist laut Zi überraschend, da vermutet wurde, dass neue Wirkstoffe aufgrund der zugelassenen Anwendungsgebiete tendenziell eher im fachärztlichen Bereich eingesetzt würden. Das Zi führt das Spektrum der im hausärztlichen Bereich verordneten neuen Wirkstoffe darauf zurück, dass hausärztlich tätige Ärzte auf ein breites Spektrum an Wirkstoffen zurückgriffen, während Fachärzte typischerweise eine engere Auswahl an Wirkstoffen einsetzten.

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema