ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2018Autoinjektor: Lieferengpass kann nicht aufgefangen werden

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Autoinjektor: Lieferengpass kann nicht aufgefangen werden

Dtsch Arztebl 2018; 115(33-34): A-1457 / B-1231 / C-1223

dpa

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Der bestehende Lieferengpass eines Autoinjektors gegen allergische Schocks kann derzeit nicht aufgefangen werden. Einer Sprecherin des Unternehmens ALK zufolge, das den Injektor „Jext“ produziert, sei die Nachfrage, die durch die Ausfälle beim Marktführer Pfizer entstehe, nicht zu decken. Die eigene Produktion sei hochgefahren worden, dennoch bleibe eine Lücke. Bausch + Lomb zufolge, das hinter dem Injektor „Emerade“ steht, ist die Nachfrage als Folge des Engpasses so stark angestiegen, dass man Schwierigkeiten bei der kurzfristigen Kompensation gehabt habe – auch wenn man mehr produziere. Eine Sprecherin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte erklärt, dass zwischen einem Liefer- und einem Versorgungsengpass zu unterscheiden sei. „Es ist nicht so, dass es kein anderes Mittel auf dem Markt mehr gebe“, sagte sie. Hintergrund für die Probleme sind Produktionsprobleme bei dem Injektor „Fastjekt“, wie aus der Datenbank des BfArM hervorgeht. Auch der „Fastjekt Junior“ für Kinder ist betroffen. „Wir arbeiten intensiv an einer Lösung, wie wir schnellstmöglich die Produktion hochfahren und die Lieferung beschleunigen können“, erklärte der Hersteller Pfizer. Die Verfügbarkeit variiere derzeit von Apotheke zu Apotheke. Die Lieferbarkeit hänge von Zulieferungen bestimmter Komponenten durch Drittanbieter ab. Zudem hätten Prozessänderungen die Kapazität vorübergehend begrenzt. Der Engpass von „Fastjekt“ soll laut Datenbank im September behoben sein. dpa

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