ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2018WHO-Statistik: Zehntausende Europäer an Masern erkrankt

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WHO-Statistik: Zehntausende Europäer an Masern erkrankt

Dtsch Arztebl 2018; 115(35-36): A-1518

dpa

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Um Masernausbrüche zu vermeiden, müssten laut Welt­gesund­heits­organi­sation 95 Prozent der Bevölkerung in allen Alters- und sozialen Gruppen geschützt sein. Foto: picture alliance
Um Masernausbrüche zu vermeiden, müssten laut Welt­gesund­heits­organi­sation 95 Prozent der Bevölkerung in allen Alters- und sozialen Gruppen geschützt sein. Foto: picture alliance

Die Zahl der Masernerkrankungen ist in der europäischen Region deutlich gestiegen. Wie die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in Kopenhagen mitteilte, haben sich im ersten Halbjahr 2018 mehr als 41 000 Kinder und Erwachsene mit Masern infiziert. Mindestens 37 Todesfälle seien erfasst worden. Im gesamten Jahr 2017 waren in der WHO-Region Europa 23 927 Menschen erkrankt, 2016 waren es 5 273, hieß es von der WHO.

„Nach der niedrigsten Zahl der Fälle im Jahr 2016 erleben wir einen dramatischen Anstieg von Infektionen und ausgedehnten Ausbrüchen“, sagte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. Sie forderte die 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region auf, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. „Gute Gesundheit für alle beginnt mit der Impfung.“ Mehr als die Hälfte der Masernerkrankungen in diesem Jahr seien in der Ukraine aufgetreten (23 000), weil dort im Zuge der Konflikte Routinen für Impfung und Überwachung unterbrochen wurden. Aber auch in Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Russland und Serbien habe es mehr als 1 000 Ansteckungen gegeben, heißt es in dem Bericht. In Deutschland erkrankten nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) im ersten Halbjahr 387 Menschen an Masern – deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2017 (knapp 800). dpa

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