ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2018Valsartan: Rückrufe betreffen rund 40 Prozent der Patienten

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Valsartan: Rückrufe betreffen rund 40 Prozent der Patienten

Dtsch Arztebl 2018; 115(35-36): A-1517 / B-1279 / C-1271

Hillienhof, Arne

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Der Rückruf von Arzneimitteln, die mit NDMA (N-Nitrosodimethylamin) belastetes Valsartan zweier chinesischer Hersteller enthalten, betrifft in Deutschland rund 40 Prozent der auf Valsartan eingestellten Patienten. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dem Deutschen Ärzteblatt mitgeteilt. Wie sich die Versorgungssituation mit valsartanhaltigen Arzneimitteln in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werde, hänge von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem davon, wie viele Patienten auf ein NDMA-freies Arzneimittel umgestellt wurden beziehungsweise werden, so das BfArM. Hintergrund ist, dass im Valsartan zweier chinesischer Hersteller erhöhte NDMA-Werte nachgewiesen worden sind. Die Substanz könnte laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Welt­gesund­heits­organi­sation krebserregend sein. Laut BfArM haben die Arzneimittelbehörden beschlossen, für den Fall eines Versorgungsengpasses im Vorfeld Empfehlungen auszuarbeiten, auf welche alternativen Sartane beziehungsweise alternativen Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen die Ärzte die medikamentöse Therapie umstellen können. Im Juli und August hatten die Arzneimittelbehörden mit NDMA belastetes Valsartan aus dem Verkehr gezogen. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will nun prüfen, ob es Gesetzesänderungen bei der Arzneimittelüberwachung geben muss, damit schneller und umfassender reagiert werden kann. hil

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