ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2018Gemeinsamer Bundesausschuss: Ausweitung der Mindestmengen geplant

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Gemeinsamer Bundesausschuss: Ausweitung der Mindestmengen geplant

Beerheide, Rebecca

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Bei chirurgischen Brustkrebsbehandlungen denkt der Gemeinsame Bundesausschuss über Mindestmengen nach. Foto: picture alliance
Bei chirurgischen Brustkrebsbehandlungen denkt der Gemeinsame Bundesausschuss über Mindestmengen nach. Foto: picture alliance

Der Gemeinsame Bundesaussschuss (G-BA) hat das Verfahren für weitere Mindestmengenregelungen bei drei Indikationen auf den Weg gebracht. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen soll untersuchen, welche Zusammenhänge es zwischen Leistungsmenge und Qualität des Behandlungsergebnisses bei der chirurgischen Behandlung des Bronchialkarzinoms sowie bei Brustkrebs gibt. Zudem wird eine Literaturrecherche für Mindestmengen bei Stammzelltransplantationen gestartet. Der G-BA hat den Auftrag, für planbare stationäre Leistungen und Behandlungen festzustellen, ob es einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und der Behandlungsqualität gibt. Das Thema Mindestmengen ist allerdings heikel. In den vergangenen Jahren hat es mehrere Auseinandersetzungen innerhalb des G-BA sowie Urteile des Bundessozialgerichts gegeben. Fraglich ist immer, ob ein „besonderer Zusammenhang“ zwischen Qualität und Menge vorhanden sein muss. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte zuletzt eine Regelung genehmigt, die auch einen „wahrscheinlichen Zusammenhang“ zwischen Behandlungsmenge und Ergebnisqualität für ausreichend erachtet. Bislang hat der G-BA für sieben stationäre Leistungen Mindestmengen festgelegt, dazu gehören Transplantationen von Leber und Niere, komplexe Eingriffe an Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse, Kniegelenk-Totalendoprothesen sowie der Versorgung von Früh- und Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1 250 Gramm. bee

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