ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2018Randnotiz: Lieber (nicht) faxen

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Randnotiz: Lieber (nicht) faxen

Dtsch Arztebl 2018; 115(35-36): A-1517 / B-1279 / C-1271

Maybaum, Thorsten

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Ist es möglich, die Untersuchungsergebnisse per E-Mail zu erhalten? Nein? E-Mails sind nicht sicher und verstoßen gegen den Datenschutz, ist hier und da als Gegenargument von Ärzten und Praxismitarbeitern zu hören. Zugegeben, E-Mails können von Hackern, die es auf einen Account abgesehen haben, unter Umständen mitgelesen werden. Aber wie wahrscheinlich ist das? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass jemand (der es nicht lesen sollte) das Fax aus dem Faxgerät nimmt? Dass ältere Faxgeräte – auch für Arztpraxen – nicht sicher sind, betonte jüngst das Prüfinstitut des Verbands der Elektrotechnik (VDE). Demnach sind Telefonleitungen – anders als Datenleitungen – nämlich nicht durch spezielle Mechanismen geschützt. Alte Faxgeräte und All-in-One-Drucker mit integrierter Faxfunktion sind damit ein potenzielles Einfallstor für Hacker. Der VDE rät, vor allem Akteuren im Gesundheitswesen und Behörden, die noch viele Faxe versenden, ein Sicherheitskonzept für ihre Kommunikation zu erarbeiten und veraltete Geräte im Zweifel vom Netz zu nehmen. Der VDE nennt auch ein Angriffsszenario. Ein Hacker schickt Faxe mit einem schädlichen Code, der einen Speicherüberlauf provoziert. Dadurch könne die angefügte Schadsoftware ausgeführt werden. Kriminelle erhielten ungehinderten Zugriff auf das Netzwerk. Der Angriff ist laut VDE nicht erkennbar. Die Empfehlung: Nicht genutzte Fax- oder All-in-One-Geräte von der Telefonverbindung kappen. Ist es nicht möglich, das Faxgerät vom Rest des Netzwerks abzukoppeln, sollten Updates der Hersteller eingespielt werden. Vielleicht doch besser gleich auf E-Mails umsteigen?

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