ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2018Leseprobleme mit eGK: Ministerium ruft Kassen zum Handeln auf

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Leseprobleme mit eGK: Ministerium ruft Kassen zum Handeln auf

Dtsch Arztebl 2018; 115(35-36): A-1518

Maybaum, Thorsten

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Krankenkassen aufgefordert, ihre Versicherten darüber zu informieren, dass diese nur noch die neueste elektronische Gesundheitskarte (eGK) in der Arztpraxis benutzen. Das geht aus einem Rundschreiben des GKV-Spitzenverbands an alle Krankenkassen hervor. Demnach haben sich Leistungserbringer sowohl beim Ministerium als auch bei Bundestagsabgeordneten darüber beschwert, „dass die Verwendung veralteter Gesundheitskarten (eGK) in den Praxen zu erheblicher Zeitverzögerung führt“, heißt es in dem Schreiben. Das Problem sind eGK der Generation 1: Das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) funktioniert nur bei Karten der Version G 1plus (bis Ende 2018) und G 2. Fehler treten bei den veralteten G-1-Karten auf. Die Kassen waren deshalb verpflichtet, ihre Versicherten mit neuen Karten auszustatten. Da sich die G-1-Karten äußerlich nicht von den neueren Karten unterscheiden, verwenden Versicherte unwissentlich mitunter weiterhin die alte Karte. Das BMG fordert die Kassen auf, auf die Notwendigkeit des Mitführens der neuesten eGK hinzuweisen. „Die Aktion sollte nach Auffassung des BMG über eine reine Information der Versicherten in den Mitgliedszeitschriften hinausgehen“, schreibt der GKV-Spitzenverband. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) begrüßte den Vorstoß des Ministeriums. „Es wird höchste Zeit, dass die Kassen alle Versicherten mit neuen Karten ausstatten – und diese auch genutzt werden“, sagte Dr. rer. soc. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KBV. Es könne nicht angehen, dass die Ärzte und Psychotherapeuten die Leidtragenden seien. Nicht nur den Ärzten, sondern auch den Patienten entstünde durch die abgelehnten Karten unnötiger Aufwand. „Die Kassen müssen ihre Versicherten endlich darüber informieren, dass sie die alte vernichten und nur noch die neue eGK benutzen dürfen“, forderte Kriedel. may

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