ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2018Honorare: Leichtes Umsatzplus durch extrabudgetäre Leistungen

AKTUELL

Honorare: Leichtes Umsatzplus durch extrabudgetäre Leistungen

PP 17, Ausgabe September 2018, Seite 390

Hillienhof, Arne; EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Honorarumsätze der Vertragsärzte und -psychotherapeuten sind in den ersten beiden Quartalen 2016 leicht gestiegen. Im ersten Quartal betrug das Plus im Vergleich zum Vorjahresquartal 2,6 Prozent, im zweiten Quartal 4,1 Prozent, zeigen die Honorarberichte der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Demnach konnten im ersten Halbjahr 2016 nahezu alle Arztgruppen höhere Umsätze erzielen, einige verzeichneten aber auch Rückgänge. Im hausärztlichen Versorgungsbereich erhöhte sich der durchschnittliche Honorarumsatz je Arzt im ersten Quartal 2016 um 3,8 Prozent, im zweiten um 2,3 Prozent. Die Fachärzte verbuchten einen Honoraranstieg von durchschnittlich 2,0 Prozent im ersten Quartal und 5,3 Prozent im zweiten. Rückgänge gab es im ersten Quartal bei den Endokrinologen (-3,5 Prozent), Hämatologen/Onkologen (-1,9 Prozent) und Strahlentherapeuten (-1,1 Prozent). Die Psychotherapeuten verzeichneten im ersten Quartal 2016 ein Plus von 13,4 Prozent und im zweiten von 15,5 Prozent. Die Zuwächse gehen der KBV zufolge auf eine Nachzahlung ab 2012 zurück. Die KBV wies dabei auch auf den hohen Anteil unbezahlter Leistungen hin. Je nach Fachgruppe habe dieser bei zehn bis 20 Prozent gelegen. „Wenn Politik und Kassen bei den Ärzten und Psychotherapeuten noch mehr Leistungen abfordern wollen, müssen sie hier ran“, mahnte KBV-Chef Dr. med. Andreas Gassen. Zudem gehe das Honorarplus vor allem auf das Konto extrabudgetärer Leistungen. Während die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) im ersten Quartal um 3,2 Prozent sowie im zweiten um 3,3 Prozent stieg, wuchs die Vergütung außerhalb der MGV um 6,9 beziehungsweise um 10,8 Prozent. Mitte August haben die Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband begonnen. Es geht dabei vor allem darum, gestiegene Praxiskosten durch einen höheren Orientierungswert abzubilden.

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema