ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1996EBM: Ungewisses Trinkgeld

SPEKTRUM: Leserbriefe

EBM: Ungewisses Trinkgeld

Schloen, Karl-Heinz

Zu den Beiträgen "Mit Praxisbudgets zum stabilen Punktwert" von Josef Maus in Heft 21/1996 und "Wir brauchen endlich wieder Ruhe in unserem Arbeitsalltag" von Dr. med. Winfried Schorre in Heft 22/1996:
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LNSLNSLNSLNS Wir werden erst dann wieder Ruhe in unserem Arbeitsalltag haben, wenn wir zum Zeitpunkt unserer Arbeitserbringung wissen, wieviel unsere Arbeit in Deutscher Mark wert ist.
Kann Herr Dr. Schorre uns Vertragsärzten eidesstattlich versichern, daß die massive Steigerung der Mitgliederzahl in den Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rungen in den Zahlungen der GKV an die KVen berücksichtigt wird? So schreibt es Paragraph 85 Abs. 3 c SGB V zwingend vor.
Wäre es unter diesen Umständen nicht die vernünftigste Lösung, wenn alle Vertragsärzte Deutschlands zu einem bestimmten Termin die Kassenzulassung zurückgeben würden? In dem Fall sichert uns das SGB V im Paragraph 95 b Abs. 3 eine Honorierung nach GOÄ Faktor 1,0 zu. Das wäre in jedem Fall eine fairere Honorierung als das ungewisse Trinkgeld, welches uns mit dem jetzigen EBM zugemutet wird!
Dr. med. Karl-Heinz Schloen, Kirchstraße 9, 38667 Bad Harzburg
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