ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2018Tiefe Verbrennungsverletzung durch Nd:YAG-Laser zur Tätowierungsentfernung

MEDIZIN: Der klinische Schnappschuss

Tiefe Verbrennungsverletzung durch Nd:YAG-Laser zur Tätowierungsentfernung

Deep burns from Nd:YAG laser treatment for tattoo removal

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(37): 610; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0610a

Hammes, Stefan; Raulin, Christian

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Eine 40-jährige Frau stellte sich mit dem seit drei Wochen bestehenden Befund vor. Es lag ätiologisch kein malignes oder traumatisches Geschehen vor, vielmehr suchte die Patientin ein von Laien geführtes Institut auf, um sich eine schwarze Tätowierung entfernen zu lassen, und wurde dort mittels Nd:YAG-Laser behandelt. Dieser ist bei korrekter Parameterwahl sehr gut zur Behandlung schwarzer Tätowierungen geeignet. Entscheidend ist die Verwendung von Impulsen im Nano- oder Pikosekundenbereich und einer an den Hauttyp, die Farbintensität der Tätowierung, den Strahldurchmesser und die Wellenlänge angepassten Energiedichte. Die korrekte Parameterwahl und sichere Therapie erfordern umfangreiches technisches und medizinisches Fachwissen, insbesondere, um akzidentelle Behandlungen maligner Hautveränderungen auszuschließen. Im vorliegenden Fall wurde eine deutlich zu hohe Energiedichte verwendet, die zu einer Verbrennung des Grades 2b mit narbiger Abheilung drei Wochen später führte. In Deutschland haben etwa 10 % der Gesamtbevölkerung Tätowierungen. Es wird geschätzt, dass 6 % der Tätowierten eine professionelle Entfernung 10 bis 15 Jahre nach der Tätowierung wünschen.

Prof. Dr. med. Stefan Hammes,
Prof. Dr. med. Christian Raulin,
MVZ Dres. Raulin GbR Karlsruhe, stefan@hammes.de

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Hammes S, Raulin C: Deep burns from Nd:YAG laser treatment for tattoo removal. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 610a. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0610a

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.de

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